Michael Bussler holt den Adler aus dem Kasten

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Der neue Regent hat Einzug ins Zelt gehalten. -

ALTENA - Hitzeschlacht auf dem Schützenplatz in Evingsen. Bei Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius dauerte es bis gegen 17.22 Uhr, ehe Michael Bussler (3. Zug) nach dem 79. Schuss jubeln konnte. Er sah sich flugs auf den Schultern seiner Kameraden wieder. Der 49-Jährige ist jetzt zwei Jahre König in Evingsen und stach im Königsschießen die Mitbewerber Volker Dumschat (1. Zug), Andreas Olbrich (1. Zug), Holger Gerstberger (3. Zug) und Markus Jung (4. Zug) aus. Königin ist Gundi Gerstberger. Busslers erster Gedanke nach dem Königstreffer: „Der fällt ganz schön lange!“

An Königsaspiranten mageltes es Hauptmann Dieter Bernhardi nicht. Alle fünf Bewerber hatten sich nach dem Insignienschießen am Nachmittag am Thron im 1 500 Quadratmeter großen Festzelt vorgestellt und dem Vorstand glaubhaft versichert, dass sie einen Hofstaat auf die Beine bringen. „Das ist das ,A‘ und ,O‘, erläuterte Presseoffizier Holger Wolf. „Schließlich geht ein Regent bei uns schon Verpflichtungen ein. Ich denke nur an die Besuche der Gastvereine und die internen Feste.“ Wolf bilanzierte den bisherigen Festverlauf des Traditionsvereins „als überaus gelungen. Wir hatten viel Spaß. Das Wetter hat mitgespielt und die Stimmung war einfach super.“

Den Kampf um die drei Insignien Krone, Zepter und Apfel machten gestern in rund dreistündigen Kampf die Schützenbrüder David Jabsen (Krone) vom Zug 2, der ehemalige Zugführer der Rothemden des ersten Zuges, Folkart Becker (Zepter) und Timo Manke (Apfel) vom fünften Zug unter sich aus. Sie ließen sich von ihren Kameraden teils frenetisch feiern und von ihnen auf den Schultern sitzend ins Festzelt tragen.

Hier warfen die glücklichen Insignienschützen zu den „Jubelgesängen“ ihrer Kollegen Runde um Runde. Reinhold Martin, König des Jahres 2000 und ehemaliger Zugführer I, merkte an: „Das wird teurer als alles andere.“

Im Zelt, das über Wasserschläuche laufend von oben gekühlt wurde um die Temperatur zu senken, spielten sich dann Gastkapellen im wahrsten Sinne die Finger wund. Darunter die Freunde vom Stor Elvadal Musikverein aus Norwegen unter dem Dirigat von Svein Johannessen, der Musikzug Versetal unter Rudi Fritz, die Harkenbrügger Musikanten aus dem Landkreis Cloppenburg mit ihrem Chef Christian Meyer und Spiel Voran aus Menden.

Die Artillerie der Evingser um Offizier Matthias Schnell und Kollegen hatte nicht nur zum Festauftakt kraftvolle Salven abgefeuert. Auch jeden Treffer der Insignienschützen – und natürlich den Königsschuss – begleitete ein gewaltiger Knall.

Bier war gestern eher nicht das Festgetränk Nummer eins. Viele hielten sich (zunächst) an Mineralwasser oder die Drinks der Cocktail-Bar. Heiß begehrt hier und völlig alkoholfrei: Ipanema. Ein Mix aus Ginger Ale, Rohrzucker, Limetten und Limes Juice.

Das Evingser Schützenfest wird heute mit dem Frühkonzert im Festzelt (10.30 Uhr) fortgesetzt. 11 Uhr tagt das Femegericht, 14.30 Uhr Festzug und 20.15 Festball.

Sonntag: 11 Uhr ökumenischer Gottesdienst, 14.30 Uhr Festzug, 20.15 Uhr Festball mit Dorfabend und Ausklang. - job/tk

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