Aus Polizeigewahrsam entlassen:

Messerstecher von Altena schweigt und will anwaltliche Hilfe

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Symbolbild

Altena - Nach dem Streit auf dem Aldi-Parkplatz an der Bahnhofstraße in Altena mussten beide Beteiligten ins Krankenhaus. Der Messerstecher verbrachte eine Nacht im Lüdenscheider Polizeizeigewahrsam. Und schwieg.

„Wir werden Licht ins Dunkel bringen. Zurzeit es es aber noch nicht möglich, Genaueres zum Tathergang zu sagen“ - eher ausweichend reagierte am Mittwoch ein Sprecher der Kreispolizeibehörde auf den eskalierenden Streit zweier Männer auf dem Aldiparkplatz am Dienstag.

Kampf auf dem Aldi-Parkplatz in Altena

Dort war es gegen 15.30 Uhr zu einer Messerstecherei und Faustschlägen zwischen zwei Autofahrern gekommen. Ein 65-jähriger aus Drolshagen war mit dem angeblichen Fahrverhalten eines 53-jährigen Nachrodters vor dem Parkplatz des Discounters nicht einverstanden und hatte deshalb nach einem lauten Streit mit einem Messer auf ihn eingestochen.

Der Mann wehrte sich und versetzte dem Angreifer selbst einige Faustschläge ins Gesicht. „Der 65-Jährige hat die Nacht in der Zelle in Lüdenscheid verbracht. Heute früh wurde er wieder entlassen“, so die Polizei am Mittwoch. In einer ersten Vernehmung am Morgen habe er geschwiegen, weil er nichts ohne anwaltlichen Beistand aussagen wollte.

Zwei Streitende, zwei Versionen

Noch am Tat-Nachmittag war er wegen der selbst eingesteckten Prügel ambulant in einem Iserlohner Krankenhaus behandelt worden. Über den Gesundheitszustand des Niedergestochenen hatte die Polizei zunächst noch keine neuen Erkenntnisse.

Bei den weiteren Ermittlungen setze man auf Zeugenaussagen. „Beide stellen die Geschehnisse völlig unterschiedlich dar“, hieß es von Seiten der Polizei.

Den Pkw-Fahrer aus Drolshagen erwartet in jedem Fall ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Hinweise auf die Polizei in Altena unter der Rufnummer 02352/91-990.

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