Eigene Messer schmieden auf der Burg

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Schmied und „Lehrlinge auf Zeit“ – Olaf Fabian Knöfges (Mitte), zeigte, wie Messer gefertigt werden.

Altena -  Man muss das Eisen schmieden, so lange es heiß ist - das lernten die Teilnehmer des Schmiedekurses ganz schnell. Auf der Burg fand am Wochenende ein Schmiedeworkshop statt, der den Teilnehmern die Grundlagen der uralten Handwerkskunst vermitteln sollte.

Olaf Fabian Knöfges hatte im Burghof eine mittelalterliche Schmiede aufgebaut. Die beiden Essen hatte er aus Lehm und Steinen aufgebaut, befeuert wurden sie mit Holzkohle. Große Blasebälge mussten von Hand bedient werden, damit die Kohle glühte und die richtige Temperatur erhielt, Teamarbeit war hier oft gefragt.

Knöpges erklärte: „In diesem Kurs lernen die Teilnehmer die Grundlagen des Schmiedens kennen. Ich zeige ihnen die Feuerführung und wie die verschiedenen Werkzeuge benutzt werden.“

In diesem Kurs wurden Messer aus Stahl gefertigt, eine schweißtreibende Arbeit. Immer wieder musste der Stahl ins Feuer gelegt werden, damit er anschließend auf dem Amboss in die richtige Form getrieben werden konnte. Die Klinge möglichst flach, der Griff gebogen.

Durch einen Freund erfuhr Malte Gullatz vom Kurs auf der Burg: „Ich wollte schon länger mal einen Schmiedekurs belegen, aber die meisten waren zu weit weg oder zu teuer“, erzählt der Mendener und gibt seinem Messer den letzten Schliff.

Julien Sommer ist aus Letmathe nach Altena gekommen, er hat aus dem Internet vom Kurs erfahren, auch ihn fasziniert die Handwerkskunst. Und auch die Besucher der Burg bleiben immer mal wieder stehen und schauen den vier „Schmiedelehrlingen“ über die Schulter, angelockt von den Hammerschlägen und dem Rauch.

„Der nächste Kurs findet im Juni statt, da werden wir Damast-Messer herstellen“, berichtet Kursleiter Knöpges. „Und das ist dann schon die hohe Schmiedekunst!“

von Silvia Sauser

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