Netzwerk-Fotopreis für Klaus Storch

Altenas Firmen zeigen Innovationen auf Messen in Düsseldorf

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Frohn zeigt auf der Messe eine ganz neue Generation von Strahlmitteln. Peter Beckmerhagen zeigt ein damit behandeltes Teil eines Getriebes.

Altena/Düsseldorf - Da sage noch einer, in Sachen Draht sei alles schon erfunden: Mehrere Altenaer Unternehmen präsentierten auf Messen in Düsseldorf Neuerungen, die die Branche aufmerken lassen.

Beispiel Claas/Klincke Drahtwerke: Richtig dicker Draht gehört schon lange zu den Spezialitäten dieser Gruppe. Auf der Wire zeigt das Unternehmen ein gezogenes Sechskant-Profil im xxl-Format. Es misst 42 Millimeter und ist nach Mitteilung von Bernd Falz vor allem für den Maschinenbau interessant.

Mit dem neuen C-Coil hat Lüling die Möglichkeit, in Abstimmung mit dem Kunden „portionierte“ Drahtringe anzuliefern. „Wird das Material eines Drahtcoils nicht vollständig abgearbeitet, kann es, ohne zusätzlichen Aufwand zu betreiben, einfach wieder eingelagert werden“, erklärt das Unternehmen.

Frohn stellt seine Strahlmittel neuerdings auch auf der Basis von Zink und Aluminium her und hat damit eine Alternative zu ökologisch bedenklichen Mitteln aus Chromnickel im Programm. Das durchweg positive Geschäftsklima führt auch dazu, dass die Bereitschaft zu Investitionen ungebrochen ist.

Vom Hofe konnte ein Nachbargrundstück erwerben und wird seine Produktion in der Nette erweitern, Claas hat die Zahl seiner Glühen verdoppelt und AT Wire plant, die Optik des vor zwei Jahren erworbenen Werkes an der Dahler Straße zu verbessern. Beim Rohrverarbeiter Mayweg gibt sich Vice President Sales Jochen Hülle noch geheimnisvoll, kündigt aber „etwas Großes“ für den Standort Altena an.

Gut aufgelegt präsentiert sich die Stand-Crew der Prinz-Mayweg-Gruppe, die „Lösungen aus Rohren“ anbietet und ein wichtiger Zulieferer der Automobilindustrie ist.

Viele andere investieren in die Optimierung vorhandener Maschinen und in die Öko-Bilanz, indem zum Beispiel dieselbetriebene Stapler gegen solche mit Elektromotoren ausgetauscht werden. Lüling optimiert auch seine Mitarbeiter: Man sei dabei, ein System zur gezielten Personalentwicklung aufzubauen, erklärte Peter Wilm Schmidt.

Die hohe Investitionsbereitschaft kommt auch Ulf Pleuger zugute, der mit 14 Mitarbeitern in Evingsen Sondermaschinen und ganze Anlagen für die Drahtindustrie plant und bauen lässt. Er berichtete wie auch Tanja Hasse vom in Mühlenrahmede ansässigen Maschinenbauer Krollmann von lebhafter Nachfrage aus aller Welt.

Die Firma Betzler ist die einzige aus Altena, die in Düsseldorf „vor Ort“ verkauft – Ulrike Betzler-Hüttemeister und ihre Mitarbeiter hatten am Stand mit dem Drahtschmuck alle Hände voll zu tun. Die Wire diene aber auch der Kontaktpflege, betonte sie – Werbegeschenke aus ihrer Werkstatt werden auch von Drahtfirmen aus Japan und Indien gerne gekauft.

Das Netzwerk Draht bot seinen kleineren Mitgliedern auch in diesem Jahr Gelegenheit, sich auf einem Gemeinschaftsstand zu präsentieren. Aus Altena nutzten mehrere Firmen diese Chance, darunter Withöft aus Evingsen und die J.S. Feindrahtzug. Präsentiert wurden in Düsseldorf auch die Gewinner eines Fotowettbewerbes, den das Netzwerk ausgelobt hatte. Der erste Preis ging an den Altenaer Klaus Storch.

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