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Merz als Parteichef: CDU-Kreischef sieht Vorteile fürs Sauerland 

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Von: Janine Tokarski

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Friedrich Merz
Friedrich Merz soll neuer CDU-Parteivorsitzender werden. © Michael Kappeler/dpa

Friedrich Merz soll am Samstag (22. Januar) zum neuen Vorsitzenden der CDU gewählt werden. Thorsten Schick, Kreisvorsitzender der CDU im MK, steht hinter ihm - und macht den Bürgern im MK Hoffnung.

Die CDU wählt Friedrich Merz am Samstag (22. Januar) zum neuen Parteichef, seine Wahl gilt als sicher. Die Mitglieder setzen große Erwartungen in den Sauerländer, der es nun im dritten Anlauf an die Parteispitze schafft. Er selbst nennt den aktuellen Zustand der CDU „ernüchternd“ und will sie zurück in die Erfolgsspur führen. Auch der CDU-Kreisvorsitzende und heimische Landtagsabgeordnete Thorsten Schick wird abstimmen. Im Vorfeld positioniert er sich klar für Merz und nennt die Gründe.

CDU-Kreischef im MK und Landtagsabgeordneter Thorsten Schick (r.), hier mit Landrat Marco Voge, erhofft sich viel von Friedrich Merz als neuem CDU-Parteichef.
CDU-Kreischef im MK und Landtagsabgeordneter Thorsten Schick (r.), hier mit Landrat Marco Voge, erhofft sich viel von Friedrich Merz als neuem CDU-Parteichef. © Wahle

Mehr als 62 Prozent der CDU-Mitglieder sprachen sich für Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden aus. Doch er polarisiert. Einige Mitglieder kehrten der Partei aufgrund dieser Entscheidung den Rücken. Warum ist Merz nun, im dritten Anlauf, Ihrer Meinung nach dennoch der richtige Mann?

Die Kandidatur von Friedrich Merz hat für einen positiven Mitgliedereffekt gesorgt. Die Anzahl der Eintritte überwiegt deutlich. In Zeiten explodierender Energiepreise, beschleunigter Inflation und stetig steigender Staatsschulden haben viele Mitglieder die Hoffnung, dass Friedrich Merz unter anderem das wirtschaftspolitische Profil der CDU wieder schärft. Diese Sichtweise teile ich ausdrücklich.

Merz selbst findet, der Zustand der CDU sei aktuell „ernüchternd“. Was kann und muss er als neuer Parteivorsitzender tun, um die CDU wieder in die Erfolgsspur zu führen? Was sind seine größten Herausforderungen?

Die CDU muss in der Opposition ihr Profil wieder schärfen. In 16 Regierungsjahren hat es zahlreiche Kompromisse gegeben, die der Volkspartei CDU geschadet haben. In den kommenden drei Jahren wird es jetzt darum gehen, alte Stärken wie in der Außen- und Sicherheitspolitik zu betonen und gleichzeitig eigene Positionen, beispielsweise in der Klimapolitik, stärker in den Vordergrund zu rücken.

Was bedeutet die Wahl eines Sauerländers an die Spitze der CDU für die Bürger in seiner Heimat, im Sauerland?

In vielen bundespolitischen Diskussionen überwiegen die Probleme der Großstädte. Nicht bezahlbare Mieten oder fehlender Wohnraum sind kein Problem des Sauerlandes. Die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur und den Erhalt von Industrie-Unternehmen und -arbeitsplätzen wird Friedrich Merz dagegen deutlicher vertreten als andere Politiker.

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