„Menschen für Läden“ gesucht

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Der Hof hinterm Feedback soll aufgeräumt werden, meinen die Workshop-Teilnehmer. ▪

ALTENA ▪ Mit Überraschungseiern hat Corina Turner vom noch recht jungen „Verein zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“ die Teilnehmer des Workshops „Krämerdorf“, der sich am Freitagabend und Samstagvormittag im Infobüro in der Lennestraße traf, begrüßt.

„Mit dem Krämerdorf ist es wie mit den Ü-Eiern“, erklärte Turner, die den Workshop gemeinsam mit Stefanie Hensel und Dr. Jürgen Sauser moderierte. „Wir wissen nicht, welche Überraschungen uns erwarten, und einige Erwachsene werden auch Schwierigkeiten haben, die kleinen Spielzeuge zusammen zu bauen, etwas, was Kindern oft auf Anhieb gelingt. Kinder haben noch kein festes Schema im Kopf und das müssen wir auch neu lernen: mit unseren Ideen zu spielen.“

Nachdem die Teilnehmer den Inhalt ihres Eis zusammengebaut hatten, gab es eine weitere Herausforderung: Wie verkaufe ich jetzt mein Modell meinem Nachbarn?, lautete die Aufgabe. Damit sollten die Teilnehmer offen werden für neue Ideen, um auch die leerstehenden Ladenlokale und Gaststätten in der unteren Lennestraße an den Mann oder die Frau zu bringen.

Dazu begaben sich die engagierten Teilnehmer zunächst auf eine Ortsbesichtigung. Wie groß sind die Imobilien und in welchem Zustand befinden sie sich? Was könnte man hier anbieten?

Unter anderem wurden das ehemalige „Cafe Rhodos“ und die frühere Musikkneipe „Feedback“ unter die Lupe genommen, auch ein kleines, nur 16 Quadratmeter großes Ladenlokal wurde besichtigt.

Was soll angeboten werden und was darf auf gar keinen Fall mit den Läden passieren? Die unterschiedlichen Arbeitsgruppen kamen schnell auf einen gemeinsamen Nenner: Das Angebot darf sich nicht nur an Touristen richten, auch die Altenaer Bürger müssen davon profitieren. Eine gute Mischung regionaler Produkte ansässiger Firmen und dazu Lebensmittel aus der Region, das konnten sich die Teilnehmer gut vorstellen.

Auch eine „Cafe-Bar“ im Rhodos entstand schon in der Vorstellung der Ideenfinder, für das Feedback schwebte ihnen eine Art „Zunftkneipe“ oder „Zunfthaus“ vor.

Den Worten sollen nun Taten folgen: Am 19. Juli trifft sich der Arbeitskreis, um den Hof des Feedbacks zu „entrümpeln“, denn dort soll bereits zum Mittelaltermarkt Leben einziehen. Außerdem sollen mit Flyern, die auch ins Ruhrgebeit verschickt werden, gezielt „Menschen für Läden“ gesucht werden. ▪ Von Silvia Sauser

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