Vorarbeiten in Altena laufen

Memeler Straße: Bald kommt der Abrissbagger

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Viel zu tun: Architekt Jörg Hammerschmidt und Abbruchunternehmer Ingor Pfeifer vor den Abrisshäusern an der Memeler Straße.

Altena – Einfach mal den Bagger anrücken lassen und ein Haus niederreißen, das war vorgestern. „Das geht schon seit Jahren nicht mehr“, sagt Abbruchunternehmer Ingor Pfeifer bei einem Ortstermin mit Jörg Hammerschmidt, Architekt der Altenaer Baugesellschaft (ABG). Pfeifers Firma hat den Auftrag erhalten, an der Memeler Straße neun Häuser abzureißen.

 Es handelt sich um die Hausnummern 10 bis 26. Die Häuser Memeler straße 6 und 8 waren schon im letzten Jahr gefallen. Dass im Vorfeld eines solchen Abrisses zahlreiche Dinge berücksichtigt werden müssen erklären Pfeifer und Hammerschmidt vor Ort.

So obliegt es dem Bauherren, in diesem Fall der ABG, zunächst einmal einen Antrag zum Abklemmen der Immobilien von den Versorgungsleitungen zu stellen: Strom, Wasser, Gas – alles muss abgetrennt werden. Dazu hat der Abbruchunternehmer vor den Gebäuden sogenannte Kopflöcher ausgehoben. „Die Firma Pfeifer ist auf den Stichtag tätig geworden“, lobt Hammerschmidt in diesem Zusammenhang.

Wenn die Versorgungsleitungen gekappt sind, folgen weitere Vorarbeiten. So muss das Gebäude entrümpelt werden, also gegebenfalls hinterlassene Möbelstücke herausgeschafft werden. Es beginnt dann die sogenannte Entkernung: Deren Ziel ist es, das Gebäude in den Zustand eines Rohbaus zu versetzen.

Vorher ist die „Schadstoffestellung“ angesetzt. Dabei wird geprüft, ob gifthaltige Baustoffe verwendet worden sind. Diese müssen dann, wie die übrigen Stoffe allerdings auch, gesondert entsorgt werden. Zu den nicht gifthaltigen Stoffen zählen dagegen zum Beispiel Holz und Kunststoffe. Auch diese werden ausgesondert und in dafür vorgesehene Container entsorgt.

Erst dann kann die Stunde der Abrissbagger schlagen. Sie werden, wenn die Mauern fallen, wiederum auf Kupferrohre und Leitungen stoßen. Erneut sind die dann die Mitarbeiter des Abrissunternehmens gefragt, denn auch diese Elemente müssen aussortiert und getrennt werden. „Es geht darum, möglichst viel der Verwertung oder einem Recycling zuzuführen“, erläutert Ingor Pfeifer. „Das ist der Kreislaufgedanke.“ Wenn schließlich von den Gebäuden nichts mehr übrig ist als eine Baugrube, so kann die mit reinem Material verfüllt und dann mit Mutterboden abgedeckt werden.

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