Auf 300 Metern gleich vier Leih-Pedelecs

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Für Kurzstrecken kann ein Pedelec eine gute Alternative zum Auto darstellen.

Altena - Wenn es um Pedelecs geht, dann haben Besucher der Altenaer Innenstadt die Qual der Wahl: Auf noch nicht mal 300 Metern gibt es zwei Stellen, an denen man die hippen Elektro-Räder ausleihen kann. Die Konditionen sind dabei höchst unterschiedlich.

Mark-E hat tief in die Tasche gegriffen, als sie ihr Kundenforum am Markaner im vergangenen Frühjahr mit zwei Pedelecs ausstattete: Es handelt sich um Markenräder, die zudem noch eine Sonderlackierung erhielten – beide kommen in der Mark-E-Hausfarbe Orange daher.

Ziel der Mark-E sei es, die Kunden aufs Elektrorad zu bringen und ihnen so klar zu machen, dass ein Pedelec im Kurzstreckenverkehr eine gute Alternative zum Auto sein kann, erklärte Mark-E-Pressesprecher Andreas Köster gestern auf Anfrage. Deswegen werden die Räder konsequenterweise zum Nulltarif herausgegeben, allerdings nur an Kunden des Unternehmens. Lediglich eine Kaution müssen Interessenten hinterlegen, dann kann es losgehen – sogar einen Helm stellt die Mark-E den Nutzern zur Verfügung. Die Mietdauer ist auf eine Woche beschränkt.

Witterungsbedingt stehen zurzeit beide Räder im Kundenbüro. Bei gutem Wetter werde das Angebot aber gut nachgefragt, berichtet Kundenberater Michael Machelett.

Michael Machelett mit einem der beiden Elektroräder, die man im Mark-E-Kundenbüro ausleihen kann.

Wenn die Räder am Wunschtermin nicht verfügbar sind, kann man in den anderen Mark-E-Foren nachfragen – oder sich an das Personal im Burgaufzug wenden. Dort stehen nämlich ebenfalls zwei Leih-Pedelecs, die ebenfalls von der Mark-E angeschafft, dann aber dem Kreis und der Stadt zur Verfügung gestellt wurden. Sie sollen damit den Tourismus fördern. Der Kreis hat zu diesem Zweck sogar eine E-Bike- Tour von der Burg zur Luisenhütte in Balve ausgeschildert.

Es gibt einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen den Rädern vom Markaner und denen vom Burgaufzug: Für letztere wird Miete verlangt, und zwar eine im Vergleich recht üppige. Wer vier Stunden lang „pedelieren“ will, zahlt 15 Euro pro Rad, ein Tag kostet 20 Euro und ein Sonn- oder Feiertag sogar 25 Euro.

Vielleicht liegt es daran, dass die Nachfrage nach diesen Rädern noch nicht so ist, wie sich das Stadt und Kreis erhofft hatten. Es könnte allerdings auch daran liegen, dass es keiner weiß: Weder auf der Homepage des Burgaufzugs noch auf den Tourismusportalen von Stadt und Kreis wird offensiv für dieses Angebot geworben.

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