Mehr als vier Wochen lang werden 14 Kilometer Leitungsnetz geprüft

Evingser Kanäle auf dem Prüfstand

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Dennis Sandmann (vorne) lässt eine Kamera in einen Evingser Kanalschacht hinab. Rechts schaut Jörg Michutta vom Abwasserwerk ihm über die Schulter.

Altena -  Pascal Frevert und Dennis Sandmann, Mitarbeiter der Firma Canal Control, Bad Oeynhausen, überprüfen zurzeit in Evingsen die Kanäle. Im Einsatz ist dabei modernste Technik, im Fachjargon als Kugelbildscanner bezeichnet.

Mehr als 35 000 Euro lässt sich das Abwasserwerk diese Untersuchung über mehr als 14 Kilometer Kanalnetz kosten. „Das ist verpflichtend und vom Gesetzgeber vorgeschrieben“, erläutert Diplom-Ingenieur Jörg Michutta vom Abwasserwerk. Durchgeführt werden müssen solche Checks „mindestens im Zeitraum von 15 Jahren.“ Altena gehe in Sachen Kanalsanierung und -untersuchung sehr akribisch vor. „Wir schauen uns alle Ortsteile an und natürlich die zentrale Stadt. So ist immer irgendwo ein Wagen unterwegs“, sagt Michutta.

Detailaufnahme eines Kanalrohres.

Mehr als einen Monat finden die Evingser die roten Fahrzeuge von Canal Control in allen Straßen vor. Kleine Kameras mit Panoramatechnik durchfahren die Kanäle, die zuvor vom Bauhof gespült worden sind. Die Bilder, die dann bei der Durchsicht der Abwasserrohre gemacht werden, werden von Canal Control so bearbeitet und aufbereitet, dass 1. ein möglicher Schaden bewertet 2. daraus abgeleitet eine Prioritätenliste erstellt und 3. ein Handlungs- und Sanierungskonzept entwickelt werden kann. Auch die Kanalschächte selbst werden separat untersucht. Dort wird ebenfalls modernste Technik eingesetzt. Immer wieder kommen Passanten zum Auto und werfen interessiert einen Blick auf die Monitore der Fahrzeuge. Gern geben dann Frevert und Sandmann Auskunft, was sie tun und vor allen Dingen, was auf den Bildern zu sehen ist. Sie erinnern so ein klein wenig an Ultraschallaufnahmen ärztlicher Untersuchungen.

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