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Drastischer Anstieg: 40 Prozent mehr Schwerverletzte nach Unfällen

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Von: Markus Wilczek

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Bei diesem Unfall im Sommer vergangenen Jahres auf dem Hemecker Weg in Rosmart, als ein Auto mit einem Rettungswagen kollidierte, wurden mehrere Personen verletzt.
Bei diesem Unfall im Sommer vergangenen Jahres auf dem Hemecker Weg in Rosmart, als ein Auto mit einem Rettungswagen kollidierte, wurden mehrere Personen verletzt. © Archiv

Mehr Unfälle, mehr Verletzte: 2022 krachte es insgesamt 823 Mal in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt einen erheblichen Anstieg nicht nur bei den Schwerverletzten.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Insgesamt 823 Verkehrsunfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Die Gesamtzahl der Unfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Altena erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht um 4,3 Prozent (2021: 789 Unfälle), allerdings gab es eine deutliche Zunahme von Unfällen mit Schwerverletzten und Unfällen unter dem Einfluss von Alkohol. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Mittwochnachmittag veröffentlichte.

Positiv ist, dass sich 2022 auf den Straßen in der Burgstadt und in Nachrodt-Wiblingwerde erneut kein tödlicher Unfall ereignete. Die Anzahl der Crashs mit Schwerverletzten erhöhte sich dagegen um mehr als 40 Prozent auf 13. Auch bei den Unfällen mit leichtverletzten Personen weist die Statistik einen Anstieg aus: um mehr als 20 Prozent auf 58 Fälle. Passierten in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde 2021 lediglich drei Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol, waren es im vergangenen Jahr acht (+166,7 Prozent). Auffällig: Gleich sechs dieser Unfälle ereigneten sich auf dem Gemeindegebiet von Nachrodt-Wiblingwerde.

Kinder (bis 14 Jahre) wurden bei Unfällen sechs verletzt (zwei mehr als 2021). Unter den verunglückten Kindern war auch ein schwerverletztes Unfallopfer. Schulwegunfälle ereigneten sich 2022 in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde – wie schon im Vorjahr – nicht.

Auch in der Altersgruppe der Jugendlichen (15 bis 17 Jahre) weist die Statistik einen Anstieg der Verletzten nach Verkehrsunfällen aus: nämlich um fünf auf insgesamt neun Personen. Acht der Unfälle mit Jugendlichen ereigneten sich in Altena. Alle Unfallopfer wurden leicht verletzt.

Fast verdoppelt von 13 auf 25 Verunglückte hat sich 2022 die Zahl der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) unter den Unfallopfern. Von den 25 Verletzten zogen sich zwei schwere Blessuren zu. Mit zwölf Verletzten in Altena und 13 Verletzten in Nachrodt-Wiblingwerde verteilten sich die Unfälle nahezu gleichmäßig auf beide Kommunen.

Senioren (65 Jahre und älter) wurden 2022 zehn bei Unfällen verletzt (acht Leichtverletzte, zwei Schwerverletzte). Damit blieb diese Zahl gegenüber dem Vorjahr unverändert. Unfallschwerpunkt mit sechs Leicht- und zwei Schwerverletzten war die Burgstadt.

Motorradfahrer verunglückten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Altena 2022 weniger als im Jahr zuvor. Mit neun Verletzten ging die Zahl der Verunglückten um zwei zurück. Allerdings waren unter den neun Verletzten gleich vier Schwerverletzte (davon drei in Nachrodt-Wiblingwerde).

Von sechs auf sieben leicht angestiegen ist die Zahl der verletzten Radfahrer. Ein Radler wurde in Altena bei einem Unfall schwer verletzt.

Verkehrsunfallfluchten wurden der Polizei aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde 2022 insgesamt 199 gemeldet (drei mehr als 2021). Bei fünf dieser Unfallgeschehen wurden Menschen verletzt. Die Aufklärungsquote lag in diesen Fällen bei immerhin 80 Prozent. Die Aufklärungsquote aller Verkehrsunfallfluchten lag bei nur 42,2 Prozent (2022: 39,8 Prozent).

Kreisweit gab es 2022 eine deutliche Steigerung der Unfallzahl um fast 15 Prozent auf 14 870. Tödlich endeten mit 14 gleich zehn Unfälle mehr als 2021. Auch die Zahl der Schwerverletzten (235/+16 Prozent) und der Leichtverletzten (994/+26 Prozent) erhöhte sich jeweils deutlich. Durch die Sperrung der A45-Rahmedetalbrücke ereigneten sich vor allem in Lüdenscheid deutlich mehr Unfälle. 3641 waren es 2022 und damit gut 31 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zwei Unfälle endeten tödlich.

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