Mehr Licht am alten Knerling

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Hier standen einmal Häuser. ▪

ALTENA ▪ Die Abrissarbeiten am Knerling laufen seit drei Monaten. Von der hangseitigen Häuserzeile Knerling 1 bis 27 ist bis auf einen gemauerten Bruchsteinsockel nicht mehr viel übrig. Nur im Nordwesten steht noch ein halbes Haus vor Kopf.

Eine Schicht aus Bauschutt, Ziegelbrocken und Scherben von Kacheln und Fenstern bedeckt den Boden. Ein paar Habseligkeiten der früheren Bewohner stehen am Rand des Abbruchfeldes – ein Fernseher, ein Kühlschrank und ein Feuerlöscher. Mit der Entkernung von zwei weiteren Immobilien – den Häusern am Knerling 22 und 24 ist unterdessen bereits begonnen worden. Sie werden als nächstes fallen. „Die Arbeiten liegen insgesamt im Zeitplan“, berichtet Jörg Hammerschmidt, Architekt der Altenaer Baugesellschaft.

Am Knerling nimmt die Baugesellschaft einiges Geld in die Hand. Zum Gesamtpaket der Veränderungen zählt der Abriss von 52 Wohnungen. Die Pläne hatte das Unternehmen im Frühjahr 2008 verkündet. An einem Abriss der Häuser aus den 20er Jahren gehe kein Weg vorbei. Es sei nicht wirtschaftlich vertretbar, Häuser mit Decken aus Lehm und Stroh für die Zukunft zu sanieren. Die Wohnlage ist darüber hinaus auch nicht die begehrteste. Hinzu kommt die sehr enge Straße, die nur einspurigen Verkehr zulässt. Anstelle der abgerissenen Häuser will die Baugesellschaft Spielplätze, Gartenanlagen und Stellplätze für Autos schaffen. Damit soll das Wohnumfeld der verbleibenden Häuser verbessert werden. Dafür sollen rund 250 000 Euro investiert werden. ▪ tk

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