Jugendhilfeausschuss zeigt sich flexibel

Mehr Landesmittel für Kindergärten

„Es freut mich, dass das Land erkannt hat, dass mehr für unsere Kinder getan werden muss“, merkte SPD-Ratsherr Reiner Kemmerling nach dem Beschluss an. Unser Foto zeigt Kindergartenkinder.

Altena -  Wenn es um Geld geht, zeigen sich Altenas Kommunalpolitiker fraktionsübergreifend flexibel.

„„Als ziemlich ungewöhnlich“ stufte deshalb am Mittwoch, 18. Juni, Wolfgang Friess, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales im Rathaus, eine letzte Sitzung des Jugendhilfeausschusses ein, der noch einmal in der Zusammensetzung der vergangenen Ratsperiode tagte. „Das ist rechtlich zulässig“, sagte er zu Beginn der Sitzung im großen Sitzungssaal.

Weil der Landtag NRW das Kinderbildungsgesetz (KiBiZ) geändert hat, dürfen sich bereits zum 1. August die Einrichtungen Zwergenburg, JUH, und Rahmede, ev. Kirchengemeinde, über Sonderzuwendungen von je 25 000 Euro freuen. Die Landesförderung läuft insgesamt über drei Jahre. Diese Einrichtungen stufte die Verwaltung als so genannte plusKita-Einrichtungen ein. Es geht im Detail um die Verbesserung von Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit (der Gesetzgeber spricht von erschwerten Erziehungs-Bedingungen) in sozialen Brennpunkten mit einem deutlich erhöhten Förderbedarf der zu betreuenden Kinder. Damit können ab sofort die dafür notwendigen personellen Voraussetzungen geschaffen werden. Für fünf Sprachförderkitas erhält die Stadt noch einmal 20 000 Euro. Der Ausschuss folgte gestern einstimmig dem Verwaltungsvorschlag, dem Zauberland (ehemals Regenbogen), Awo, Knerling, Ev. Kirchengemeinde, St. Katharina (kath. Zweckverband) und St. Matthäus (kath. Zweckverband) je 5000 Euro/Jahr über drei Jahre zuzugestehen. Grundlage waren unter anderem die Ergebnisse der Delfin-4-Testungen. Fachkräfte müssen hier regelmäßig auf Schulungen geschickt werden, ein weiteres Auswahl-Kriterium war die Anzahl der Familien, in denen vorrangig nicht deutsch gesprochen wird.

von Johannes Bonnekoh

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