Bürgermeister lädt Stiftungsvorstand ein:

Mehr als 100 Bürger beschweren sich beim Bürgermeister über Berg-Bauruine

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Die Bauruine Wohnen am Bungern im Herzen der Stadt soll saniert werden. Ein Abriss ist nicht geplant.

Altena - Für Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein ist die Bauruine der Fritz-Berg-Stiftung am Bungern aktuell „ein verkorkster Bau.“ Das sagte er am Montagabend, 14. Mai,  vor dem Rat. Er bedauere es persönlich, dass damit der Name von Fritz Berg, der viel für Altena getan habe, öffentlich in Misskredit gebracht würde. Er berichtete von „wohl mehr als 100 Bürgereingaben, die mich in dieser Angelegenheit erreicht haben. Ich kann wirklich jeden verstehen, der sich über die momentane Situation ärgert“, fügte er an.

Dann beantwortete Stadtplaner Roland Balkenhol ausführlich vier zuvor von Bündnis 90 / Die Grünen gestellte Fragen an die Verwaltung zu dieser Rohbau-Ruine. Balkenhol verneinte, dass von diesem Komplex eine Gefahr ausgehe. „Da müsste sich schon jemand gewaltsam Zutritt verschaffen“, sagte er. „Alles ist gut gesichert.“

Alles ist gut gesichert

Die Stiftung verfüge im Übrigen über eine gültige Baugenehmigung, die die Stadt jetzt – was üblich sei – bis zum 31. Dezember 2018 auf Antrag verlängert habe. Das sei schon relevant, weil ab dem 1. Januar 2019 neues Baurecht greife. „Dann müssen wir unter Umständen viele Dinge wieder neu prüfen. Das erhöht den Druck auf Berg.“ So weit man im Rathaus wisse, befinde sich die Berg-Stiftung, die Balkenhol selbst als „Geschädigten“ bezeichnete, sich in Rechtsstreitigkeiten. Der Stadt seien bei diesem Fall, der auch nicht mit der Itani-Brache zu vergleichen sei, weitestgehend die Hände gebunden.

Geschädigter ist die Berg-Stiftung

Sie habe zwar den Rohbau abgenommen. „Aber das beinhaltete nicht, das in die Wände sehen“, fügte er an. „Wir messen aus, schauen, ob so gebaut worden ist, wie es in den Plänen steht.“ Die offenbar schadhafte Bewehrung wurde - wie es das Gesetz vorschreibt - von externen, amtlich vereidigten Statikern und Architekten geprüft und für sicher befunden. Das sei noch nie die Baustelle der Stadt gewesen und auch nicht Sache der Baufachleute aus dem Rathaus.

Kein Abriss - Weiterbau und Sanierung

Nach seiner Kenntnis wolle Berg „die erkannten Mängel beheben und weiterbauen. Es wird ein Sanierungskonzept erarbeitet. Von Abriss ist nicht die Rede.“ Oliver Held, Grüne, forderte vom Bürgermeister im Namen des gesamten Rates den Stiftungsvorstand anzuschreiben und nach Altena einzuladen. Hollstein: „Das will ich gerne tun. Ich weiß nicht, wie das aufgenommen wird.“ Widerspruch ergab sich dagegen nicht.

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