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Mehr als eine halbe Million: Stadt investiert in marodes Kanalnetz

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Von: Thomas Bender

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Das Abwasserwerk der Stadt Altena lässt in Evingsen Teile des Kanalnetzes sanieren.
Das Abwasserwerk der Stadt Altena lässt in Evingsen Teile des Kanalnetzes sanieren. © Thomas Bender

Das Abwasserwerk der Stadt Altena lässt in Evingsen Teile des Kanalnetzes sanieren. Die Investitionssumme ist enorm. Das Geld kommt aus der Abwassergebühr.

Altena – Der Auftrag geht an die Firma Lobbe, die vor allem am Löttringsen, im Dorfkern und im Bereich Wilhelmshöhe im Einsatz sein wird. „Insgesamt werden 93 Haltungen auf einer Gesamtlänge von etwa 2,8 Kilometern unterirdisch, in geschlossener Bauweise saniert“, schreibt das Abwasserwerk in einer Mitteilung.

Eine Haltung ist die Verbindungsstrecke eines Abwasserkanals zwischen zwei Schächten. Von den Schächten aus werden mit Harz getränkte Schläuche durch den vorhandenen Kanal gezogen, um Schadstellen abzudichten. Dabei handelt es sich um eine bewährte Technik, die die Stadtwerke schon mehrfach angewendet haben. Sie spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit und schont die Nerven der Anwohner:

„Da es sich um eine Kanalsanierung in geschlossener Bauweise handelt, werden lediglich die entsprechenden Schächte durch die ausführende Firma angefahren. Infolgedessen kommt es nur punktuell zu Beeinträchtigungen durch Sanierungsfahrzeuge und Spülwagen“, schreibt das Abwasserwerk. Die erforderlichen Arbeiten würden so koordiniert, dass die Verkehrsbeeinträchtigungen und die Einschränkungen des Anliegerverkehrs so kurz und gering wie möglich ausfallen.

Allerdings handelt es sich teilweise um sehr schmale und steile Straßen. Teils sind Sackgassen anzutreffen. „In der Regel wird die Zugänglichkeit zu allen Grundstücken gewährleistet. Sollte es dennoch tagsüber zu einer Vollsperrung kommen, werden die betroffenen Anwohner rechtzeitig informiert“, verspricht das Abwasserwerk.

Es wird die jeweiligen Arbeitsorte und die damit verbundenen verkehrlichen Einschränkungen natürlich auch mit dem Ordnungsamt und bei Bedarf auch mit Feuerwehr und Rettungsdienst abstimmen. Zum Teil liegen die öffentlichen Kanäle auch auf Privatgrundstücken. „Wo das der Fall ist, werden die betroffenen Anlieger ebenfalls rechtzeitig über mögliche Arbeiten informiert“, heißt es in der Mitteilung.

Das Abwasserwerk der Stadt Altena investiert bei dieser Maßnahme etwa 600 000 Euro in den Erhalt des Kanalnetzes. Diese Kosten werden nicht auf die Anlieger umgelegt, weil Arbeiten an den Abwasserkanälen durch die Abwassergebühr finanziert werden. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen. Die eigentliche Sanierung soll Ende März beginnen und Ende August abgeschlossen sein.

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