Medienzentrum in Altena: Umzug in Neubau zunächst vom Tisch

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Holger Lüders, Restaurator und Konservator der Burgmuseen, im Kunstdepot. Es bleibt auf jeden Fall im Alten Krankenhaus.

Altena - An der Bismarckstraße wird erst abgerissen und dann neu gebaut. Das hat bekanntlich der Märkische Kreis beschlossen, nachdem 2017 der Standort Altena des Eugen Schmalenbach-Berufskollegs aufgegeben wurde.

Inzwischen sieht die Sache etwas anders aus: Das Medienzentrum, das seit vielen Jahren im Alten Krankenhaus untergebracht ist, soll zunächst dort bleiben. Wie aus dem Kreishaus zu erfahren war, denkt man in der Verwaltung über die Zukunft dieser Einrichtung nach. Das Medienzentrum versorgt die Schulen im Märkischen Kreis mit Filmen und anderen dort nicht vorrätigen Medien.

Ursprünglich war geplant, mit dem Medienzentrum in einen Neubau umzuziehen, der an der Bismarckstraße errichtet werden soll. Bis auf einen kleinen Zwischentrakt soll das gesamte, aus den 1960-er Jahren stammende Schulgebäude abgerissen werden. Auf der bestehenden Pfahlgründung des Hauptgebäudes wird dann ein neuer, etwa 35 Meter langer Gebäudeteil mit fünf Geschossen errichtet. Auf drei Stockwerken werden die umfangreichen Bestände des Kreisarchivs untergebracht, der übrige Raum wird als Bürofläche benötigt – in den beiden vorhandenen Kreishäusern herrscht auch dann noch Raumnot, wenn Kreisarchiv und Landeskundliche Bücherei dort ausgezogen sind. Die Gesamtkosten werden sich nach ersten Schätzungen auf etwa 4,4 Millionen Euro belaufen.

Trotz des Neubaus stehen die vom Märkischen Kreis genutzten Flächen im Alten Krankenhaus grundsätzlich nicht zur Disposition. Dort ist nämlich nicht nur das Medienzentrum untergebracht, sondern auch das Kunstdepot der Burgmuseen, in dem es eng zugeht und das mehr Platz gut gebrauchen kann.

Dass der Kreis Flächen im Alten Krankenhaus nutzt, liegt daran, dass die Stadt vor etwa 25 Jahren händeringend nach einer Nutzung für das von ihr aufwendig sanierte, stadtbildprägende Alte Krankenhaus suchte. Der Kreis zahlt lediglich die Bewirtschaftungskosten und beteiligt sich an der Instandhaltung des Gebäudes. Damit ist die Unterbringung des Depots für ihn dort recht preisgünstig.

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