"Schauen Sie selbst, ist das nicht unglaublich?"

Riesen-Ärger für Gastwirt: Unbekannter demoliert historische Mauer - Zeugen gesucht

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Völlig demoliert: Die Mauer vor dem Haus Lennestein.

Altena –Ziemlich dreister Fall von Fahrerflucht: Ein Wagen ist in die Mauer am Haus Lennestein gekracht und hat sie völlig demoliert. Der Fahrer floh.

Mehmet Karakus kann sich kaum beruhigen. „Schauen Sie selbst, ist das nicht unglaublich?“ Ein bisher Unbekannter hat vermutlich mit einem Lkw oder zumindest einem stattlichen Kleinlaster vor dem Haus Lennestein an der Werdohler Straße 15 eine historische Bruchsteinmauer im Wortsinne zerlegt. 

„Ich selbst habe davon nichts mitbekommen, aber es muss am Mittwoch zwischen 10 und 11.30 Uhr passiert sein“, sagt der junge Mann, der mit seiner Familie den Gasthof betreibt. Zurzeit ist er mit Handwerkern im Lennestein tätig. Und „die Arbeiten verursachen ja auch Lärm“. 

Keine Spur vom Verursacher

„Natürlich habe ich die Polizei gerufen, die ist auch gekommen. Aber Lackspuren oder abgerissene beziehungsweise beschädigte Fahrzeugteile haben die Beamten nicht gefunden“, erzählt der Gastwirt. 

Gemeinsam mit dem Polizistenduo ging der Altenaer „auch noch einige Straßen im Umfeld unseres Hauses ab. Wir haben gedacht, vielleicht steht das Fahrzeug noch irgendwo, aber ich muss leider sagen, Fehlanzeige.“ Karakus erstattete Anzeige gegen Unbekannt. 

Denkmalschutz macht's teuer

Der angerichtete Schaden ist beträchtlich. Die Mauer wurde auf eine Länge von mehr als zwei Metern und in ihrer kompletten Höhe von rund 70 Zentimetern regelrecht auseinandergenommen. „Unser Gasthaus, aber auch die Außenanlagen, und dazu gehören die unteren sechs Einstellplätze vor unserem großen Parkplatz, die beidseitig mit einer Mauer umfriedet sind, stehen unter Denkmalschutz. Ich kann deshalb nicht einfach einen Maurer kommen lassen. Das wird schon kompliziert“, ärgert sich Karakus gleich doppelt. 

Sowohl er als auch die eingeschaltete Polizei sind sicher, dass der Fahrer des Unfallfahrzeuges etwas von diesem Unfall mitbekommen haben muss. „Das war sicher laut.“ Warum er sich verdrückt und keine Schadensregulierung eingeleitet hat? 

Karakus kann es nicht fassen und setzt deshalb auf die Mithilfe von möglichen Zeugen. Auch die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise. Fahrerflucht, so sagte ein Polizeisprecher, sei kein Kavaliersdelikt. Neben Punkten in Flensburg drohen dem Verursacher auch saftige Geldbußen. Unnötig, weil jeder Fahrzeughalter und Fahrer versichert sei.

Zeugen gesucht 

Wer am Mittwoch zwischen 10 und 11.30 Uhr Verdächtiges an der Werdohler Straße 15 gesehen hat, sollte sich unter Tel. 0 23 52/
9 19 90 bei der Polizeiwache in Altena melde

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