Naturwissenschaftliches Equipment der Hauptschule soll zum Burggymnasium

Elternpflegschaft kritisiert die Stadt

Vor drei Jahren wurden die naturwissenschaftlichen Räume an der Hauptschule Rahmede von Grund auf erneuert. Statt Frontalunterricht alter Schule steht hier das Arbeiten im Team oder direkt mit dem Lehrer an Schüler-Lernplätzen im Mittelpunkt.  Foto: Bonnekoh

Altena - Vor drei Jahren wurden die naturwissenschaftlichen Räume an der Hauptschule Rahmede, die spätestens im Sommer 2017 ausläuft, von Grund auf erneuert. Jetzt wird massiv in naturwissenschaftliche Räume der Sekundarschule in der Nette investiert. Das ruft massive Kritik einiger Eltern hervor.

„Wir haben kein Geld rausgeschmissen. Die Stadt musste vor drei Jahren handeln!“ Das sagt Rüdiger Schwerdt, Bereichsleiter Schule im Rathaus. Ihn trifft die öffentliche Kritik einiger Eltern der auslaufenden Gemeinschaftshauptschule Rahmede hart. Die monieren, dass jetzt massiv in naturwissenschaftliche Räume der Sekundarschule in der Nette investiert wird.

Frank Kopatz, Nicole Günster und Marco Floridia führen an, dass erst vor drei Jahren für mehr als 50 000 Euro die naturwissenschaftlichen Räume am Nüggelstück neu eingerichtet wurden und die Stadt der Sekundarschule für den Umzug in die Nette noch einmal diese Summe „spendiert“. Dabei sei bekannt: Spätestens im Sommer 2017 gingen in der Rahmede die „Schul-Lichter“ aus, werde die Hauptschule schließen. Kopatz: „Es lebe die Sekundarschule. Geld spielt offenbar keine Rolle“, so der Vater als Sprecher der Elternpflegschaft.

Rüdiger Schwerdt will diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen. Vor mehr als drei Jahren habe akuter Handlungsbedarf bestanden. „Die damaligen Räume der Hauptschule waren nicht mehr geeignet, die Schülerinnen und Schüler adäquat in naturwissenschaftlichen Fächern zu unterrichten. Die Stadt musste handeln.“ Schließlich habe man einen Bildungsauftrag und müsse den jungen Leuten auch den Zugang zu den Naturwissenschaften in „modernen, zeitgemäßen Räumen ermöglichen.“

Da habe damals auch der Rat schnell mitgezogen. Dann kam die Sekundarschule und die relativ schnelle Schließung der Hauptschule. Schwerdt erinnerte daran, dass die Politik der Verwaltung damals den Auftrag gegeben habe, die neue sächliche Ausstattung für „andere Schulen“ am Ort vorzuhalten. Die Sekundarschüler benötigten die neuen Lernmöglichkeiten aber bereits nach den großen Ferien. Verloren und vertan sei deshalb das hochmoderne naturwissenschaftliche Equipment der Hauptschule aber nicht. Es sei denkbar, diese Ausstattung später zum Burggymnasium zu geben. Entsprechende Gespräche habe es bereits gegeben.

Kopatz versteht das ganze trotzdem nicht. „Unter dem Gesichtspunkt fehlender Gelder im Haushalt scheint es doch gerade mehr als verwunderlich, dass solch hohe Summen dennoch ausgegeben werden für Räume, die in einem alternativen Standort (am Nügelstück) ausreichend vorhanden sind.“ - von Johannes Bonnekoh

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