Sattelzug legt Verkehr lahm

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Nichts ging mehr an der Stortel-Kurve. ▪

ALTENA ▪ Niemand wurde verletzt, der Sachschaden scheint überschaubar, aber die Folgen waren enorm. Ein Lkw-Unfall am Stortel auf der Bundesstraße 236 zwischen Werdohl und Altena hat am Dienstagmorgen zu schweren Verkehrsbehinderungen geführt.

Mehrere Stunden kam der Ort-zu-OrtVerkehr auf der vielbefahrenen Verbindung zwischen beiden Städten zum Erliegen. Der Unfall ereignete sich gegen 6.40 Uhr – erst fast vier Stunden später, gegen 10.20 Uhr, konnten sich die Fahrzeuge langsam wieder in Bewegung setzten. Von der Unfallstelle aus hatten sich kilometerlange Rückstaus gebildet, die in Richtung Altena bis etwa zum Lissingsiepen reichen.

Die Polizei berichtete, wie es zu dem folgenreichen Unfall gekommen war: Danach war der schwere Sattelzug einer Spedition aus Iserlohn gegen 6.40 Uhr auf der Bundesstraße in Richtung Werdohl unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt habe es auf der Fahrbahn in diesem Bereich der B236 eine geschlossene Eisdecke gegeben. Ausgangs der Stortel-Kurve geriet der Sattelzug außer Kontrolle, drehte sich und kam schließlich entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung wieder zum Stehen – allerdings stand der Wagen nun wie ein Schlagbaum quer und blockierte beide Spuren der Bundesstraße. Da Zugmaschine und Auflieger beim Ausbrechen in einen sehr spitzen Winkel zueinander gerieten, riss der Auflieger mit den Tellern seiner Stützen ein Loch in den Dieseltank. Vor Ort rückten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl an, weil der Kreisleitstelle Dresel als Unfallort gemeldet worden war.

Einsatzleiter Manfred Theile berichtet, dass durch das Leck im Tank wohl „einige hundert Liter“ an Diesel ausgetreten seien. Was die Feuerwehrleute an Kraftstoff auffangen konnten, wurde aufgefangen. Ein Teil sei jedoch in einen Entwässerungsschacht unterhalb der Straße eingedrungen. Mit dessen Reinigung ist eine Spezialfirma beauftragt worden.

Insbesondere LKW-Fahrer, die lange im Stau feststeckten, bemängelten, dass der Verkehr nicht weiträumig abgeleitet worden sei. Man habe dafür nur zeitweise Kräfte zur Verfügung gehabt, erläutert die Werdohler Wache. Es habe während der Unfallzeit etliche andere Einsätze gegeben. ▪ tk

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