100 Paar gefälschte Schuhe

Handel mit gefälschten Sportschuhen - Das erwartet einen Altenaer jetzt

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Justizia.

Altena - Mehr als 100 Paar originalverpackte Schuhe fand die Polizei in der Wohnung eines 30-jährigen Altenaers. Nun ist der Besitz noch so vieler Schuhe natürlich nicht strafbar. Doch bei diesen Schuhen gab es ein Problem.

Es handelte sich um gefälschte Exemplare von Adidas- und Nike-Sportschuhen, deren Marken durch das Markengesetz geschützt sind. Dazu kam Markenbekleidung renommierter Unternehmen, die die Polizei ebenfalls mitnahm. Der 30-Jährige musste sich deshalb im Amtsgericht Altena wegen eines Verstoßes gegen Paragraf Nummer 143 des Markengesetzes verantworten.

Kennzeichenverletzung

Darin heißt es über die „strafbare Kennzeichenverletzung“: „Wer im geschäftlichen Verkehr ein Zeichen in der Absicht benutzt, die Unterscheidungskraft oder die Wertschätzung einer bekannten Marke auszunutzen oder zu beeinträchtigen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Der Angeklagte erzählte vom Beginn seiner Handelsaktivitäten mit einer Ware, der man die Fälschung häufig nicht ansehe: „Ich habe die Schuhe über einen Flohmarkt günstig gekauft. Erst für mich, dann für meine Freunde.“ Er gab auch zu, dass er damit ein bisschen Geld verdient hatte: „Ich habe zwei Kinder.“

Erlös eingezogen

Davon blieb allerdings nichts übrig: „Dürfen wir das alles behalten?“, stellte Richter Dirk Reckschmidt eine Frage, die das Verfahren des Einzugs lediglich abkürzte. Der Angeklagte hatte kaum eine andere Wahl als zuzustimmen. „Ich wollte niemandem etwas Böses“, versicherte er. „Das sind ja auch keine Drogen, die ich verkaufe.“

Da die Gesetze nicht nur Besitz, Leib und Leben der Bürger, sondern auch materielle Interessen von Unternehmen schützen, wurde der Angeklagte zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt. Als Bewährungsauflage muss er 500 Euro an die Justizkasse zahlen.

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