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Jim Knopf besucht die Burg

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Von: Thomas Bender

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Marionettenausstellung Burg Altena
Wie entstehen die Marionetten? Antworten gibt es an der Werkbank von Hans Kautzmann, Ensemblemitglied bei der Augsburger Puppenkiste, für Dr. Agnes Zelck.arionetten.jpg © Agentur

Die Vorbereitungen für die Ausstellung „Vorhang auf! Marionetten“ laufen. Mehr als 50 Figuren der Augsburger Puppenkiste sind auf Burg Altena angekommen. Die Ausstellung startet am 31. Oktober.

Altena - Ob Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer oder Michael Jackson – sie alle sind ab 31. Oktober als Marionetten in den Museen Burg Altena zu sehen. Für die Ausstellung „Vorhang auf! Marionetten“ werden mehr als 50 Figuren ins Licht gerückt. Sie sind eine Leihgabe der Augsburger Puppenkiste.

Die Ausstellung findet nicht nur auf der Burg, sondern auch im Deutschen Drahtmuseum statt, wo sich dank zahlreicher weiterer Leihgeber alles um Geschichte und Entwicklung der Marionetten dreht. Der Ausstellungsraum in der Burg Altena hingegen ist als Gesamtkunstwerk den Exponaten der Augsburger Puppenkiste vorbehalten.

Leihgaben der Augsburger Puppenkiste

Am Dienstag sind die Puppen aus Augsburg auf Burg Altena angekommen. Sie werden in verglasten Holzkisten präsentiert. „Wir überprüfen die Kulissen und reinigen alles“, erzählt Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen des Kreises. Danach müssen noch die Lichter positioniert und der Schaukasten mit einer Glasscheibe verschlossen werden. Die Deckel der Transportkisten mit der Aufschrift „Augsburger Puppenkiste. Oehmichens Marionettentheater“ hängen bereits über den Vitrinen.

„Dadurch, dass ich lebendig bin, werden auch die Marionetten lebendig. Ich verleihe einem leblosen Gegenstand Leben und kann damit Geschichten erzählen. Das ist das Geheimnis dahinter.“

Hanz Kautzmann

Hans Kautzmann, Ensemblemitglied bei der Augsburger Puppenkiste, unterstützt den Aufbau. Er hängt die Figuren der Erwachsenenstücke an den feinen Seilen der Spielkreuze auf und passt die Längen der Seile an. Beim Marionettentheater ist Kautzmann seit 30 Jahren dabei. Seine Faszination für die hölzernen Erzähler: „Dadurch, dass ich lebendig bin, werden auch die Marionetten lebendig. Ich verleihe einem leblosen Gegenstand Leben und kann damit Geschichten erzählen. Das ist das Geheimnis dahinter.“

Einblicke in die Arbeit der Augsburger Puppenkiste gibt es am Modell für eine TV-Produktion zu „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Es steht schon im Eingangsbereich der Ausstellung. Das Drehbuch in der Glasvitrine verdeutlicht die Aufgaben des Kameramanns. Beispiele: „Emmamodell (die Lok) kommt. Mitschwenken bis sie im Tunneleingang verschwindet“ oder „Hochschwenken auf das königliche Schloss“. Eine fertige TV-Produktion von Jim Knopf wird nebenan auf einem Bildschirm gezeigt. Das digitale Angebot läuft bereits probeweise im Ausstellungsraum.

Auch die Herstellung wird gezeigt

Was alles getan werden muss, bis die Puppen endlich tanzen, erfahren Ausstellungsbesucher an der hölzernen Werkbank. Aus einem Stück Lindenholz entstehen Marionetten. „Wie das funktioniert, ist hier ansatzweise erkennbar. Es gibt Skizzen der Figuren mit Kostümen. Sie dienen als Vorlage zum Schnitzen der Marionetten“, erzählt Dr. Agnes Zelck, während sie die Zeichnungen aufhängt. Auch Teilstücke von Puppen wie Hände oder Beine sind zu sehen.

Zelck: „Mich begeistert, wie aus einem formlosen Stück Holz so filigrane Marionetten entstehen können. Ich freue mich, dass unsere Besucherinnen und Besucher ab 31. Oktober mit unserer Ausstellung diese Welt an Fäden entdecken können. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange.“

Los geht es am 31. Oktober

„Vorhang auf! Marionetten“ heißt es ab dem 31. Oktober in den Museen des Märkischen Kreises in Altena. Die Sonderausstellung im Deutschen Drahtmuseum und in den Museen Burg Altena widmet sich der Geschichte des deutschen Marionettentheaters. Mehr Informationen unter www.maerkischer-kreis.de/kultur-freizeit/burg-altena/Ausstellungen/sonderausstellung/Sonderausstellung.

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