FDP-Ortsparteitag leitet Verjüngung ein

Maren Christoffer führt Altenaer Liberale

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Blick auf die FDP-Versammlung im Lennekai.

Altena - Die FDP Altena wählte am Sonntag, 19. Februar, im Lokal „Lennekai“ Maren Christoffer zur neuen Ortsvorsitzenden. Die 26-Jährige tritt damit die Nachfolge von Bernhard Diel an, der die Liberalen 15 Jahre am Ort führte. Der Lehrer behält sein Ratsmandat.

In Anwesenheit von Landtagsabgeordneter Angela Freimuth und dem Bundestagsdirekt-Kandidaten für die heimische Region, Michael Schulte als Plettenberg, dankte die Freie Journalistin zunächst Diel für die geleistete Arbeit.

Maren Christoffer führt die FDP Altena als neue Vorsitzende.

„Ich trete in große Fußstapfen“, sagte sie, auch in Anspielung auf das Engagement von Dr. Ulrich Bachmann, dem Schwiegervater von Diel, „der ebenfalls mit seiner Gattin die FDP am Ort über viele Jahre geprägt hat.“ Die junge Frau kündigte an, sich „mit ganzer Kraft in den Landtags- und Bundestagswahlkampf einzubringen. Altena hat Potential, das werden wir fördern“, sagte sie kämpferisch. Der kommissarische Ortsverbandschef Friedrich Wilhelm Kilsch gab einen Rückblick auf die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres. Dabei sparte er aber nicht mit einem Seitenhieb in Richtung Diel. „Von seinem überraschenden Rücktritt und Rückzug vom Vorsitzendenamt habe ich aus der Zeitung erfahren.“ Er selbst sei sowohl bei der Awo Altena als Vorsitzender als auch beim Shanty-Chor Werdohl so eingebunden, dass er auf eine Kandidatur zum Ortschef der FDP verzichtet habe. Angela Freimuth MdL , aber auch Kreischef Alexander Hoffmann, sprachen noch Grußworte, die Arnd Stopsack, der für die FDP im LWL sitzt, ergänzte. Hoffmann sieht die örtliche, aber auch die Kreis-FDP, „gut aufgestellt“. Man sei durch das Ausscheiden aus dem Bundestag enger zusammengerückt. „Im Kreis sind wir wie eine Familie. Angela Freimuth MdL kritisierte die Landesregierung scharf. Schlaglichtartig beleuchte sie den Stand der Integration auf Grund der Flüchtlingswelle, aber auch die Bildungssituation im Allgemeinen. Besonders in der Schulpolitik sieht sie eine „ideologisch geführte Politik auf dem Rücken der Kinder.“ Besonders scharfe Geschütze fuhr sie in Richtung Johannes Remmel, dem grünen Umweltminister, auf. An ihm machte sie eine „industriefeindliche rot-grüne Landespolitik“ fest, unter der ganz besonders Südwestfalen leide.

Angela Freimuth MdL kritisierte die NRW-Landesregierung scharf.

Das sei angesichts des Stellenwertes, immerhin sei die Region die Nummer drei der Industriestandorte bundesweit, nicht hinnehmbar und müsse geändert werden. Der Landesregierung warf sie vor, familiengeführte Unternehmen seien ein rot-rünes Feindbild, sowohl Unternehmer als auch ihre Angestellten würden oft als Kriminelle dargestellt. Den Landes- und Bundestagswahlkampf sehen die Liberalen als „Einheit“. Hoffmann: „Wir kämpfen sowohl um den Wiedereinzug in den Landtag und werden uns danach keinesfalls bequem zurücklegen. Nein, wir wollen auch wieder in den Bundestag.“ Deshalb kommen namhafte Politiker aus dem Bundesvorstand in den Wahlkämpfen in die Region, werden Groß-Plakate geklebt und „viele, viele Bürgergespräche geführt“, kündigte er an.

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