Ein Mann packt aus

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Scharfzüngig und virtuos am Klavier: Uli Masuth. ▪

ALTENA ▪ „Ein Mann packt ein“ heißt das aktuelle Programm von Uli Masuth, der am Samstagabend in der Burg Holtzbrinck gastierte.

„Ein Mann packt aus“ wäre genau so treffend gewesen, denn Regierung, Bildung, Emanzipation und Fußball - es gab kaum ein Tabuthema für den scharfzüngigen Kabarettisten.

„Diese Bundesregierung - das sind goldene Zeiten fürs Kabarett“ freute sich der Wahl-Weimaraner und nahm sie alle auf´´s Korn: den „blaublütigen Kopierer“ von Guttenberg, Dominik Strauss-Kahn, den „französischen Jörg Kachelmann“ und natürlich auch Angela Merkel, der „inzwischen mehr Ministerpräsidenten abhanden gekommen sind als Lothar Matthäus Ehefrauen“.

Zunächst wusste das Publikum nicht so recht, was es von dem Herrn im dunklen Anzug halten sollte. Denn, wie Barbara Langos bei der Begrüßung feststellte, waren zuletzt ausschließlich Kabarettistinnen beim Kulturring auf der Bühne zu Gast.

Witze über Japan, das Land des Lächelns, das nun zum „Land des Strahlens“ geworden ist - darf man darüber lachen? Die leider nicht besonders zahlreich erschienenen Zuschauer hielten sich da am Anfang doch noch zurück. Da lachten die Besucherdoch lieber über sich selber: „Wenn andere sagen, da ist Licht am Ende des Tunnels, dann gehen wir Deutsche hin und verlängern den Tunnel!“ Eigentlich müsste die Nationalhymne in Moll gespielt werden, meinte Masuth, das sei die für uns richtige Tonart und spielte zum Beweis die ersten Akkorde auf dem Klavier an.

Im Gepäck hatte Masuth außerdem das neueste Stoiber-Zitat „Der Vater des Wunsches ist der Gedankengang“ und seine Bewertung der aktuellen Pisa-Studie: „In Mathe sind wir noch nicht gut, aber weniger schlecht. Und das, obwohl viele Schüler Dreisatz für eine olympische Disziplin halten!“ ▪ sis

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