Manchmal werden schon die Betten knapp

ALTENA ▪ „Wir sind dankbar, das dass St. Vinzenz-Krankenhaus schon neue Fahrt aufgenommen hat.“ Das stellte am Mittwoch Pfarrer Ulrich Schmalenbach an den Anfang seiner Begrüßungsworte.

Nach einem Festgottesdienst in St. Matthäus schloss sich am Abend die offizielle Einführung des neuen chirurgischen Chefarztes Dr. Peter Gruber im Kreise zahlreicher Gäste im Pfarrheim von St. Matthäus an. Zwar praktiziert der Mediziner bereits seit dem 1. Juli am Ort, doch gehöre es sich, diesen personellen Neubeginn auch festlich zu begehen, meinte Schmalenbach. Er zitierte in seinen Worten immer wieder den Autobauer Henry Ford und stellte fest: „Ich finde es ermutigend, dass wir jetzt schon einige Zeit in der Disziplin Chirurgie einen Bettennotstand haben. Das stimmt mich froh.“

Modernes Management im

Gesundheitswesen

In diese Kerbe schlug auch Franz Jörg Rentemeister als Geschäftsführer. Die gewählte Kombination aus Praxis und ambulanter Versorgung und die personelle Aufstockung in vielen weiteren Disziplinen des Hauses, unter anderem mit Oberarzt Mustafa Karoud als Tandempartner von Dr. Peter Gruber, trage erste Früchte. „Ich stelle fest: Das ist modernes Management im Gesundheitswesen.“

Ausdrücklich dankte Rentemeister allen Mitarbeitern und Entscheidungsträgern des Hauses, die schwierige Jahre hinter sich hätten. Dank sagte er aber auch der Bevölkerung Altenas und Umgebung. Sie begleite den Neubeginn des Hauses sehr positiv. Das führe derzeit zu Überlegungen, sogar eine Kurzliegerstation neu einzurichten. „Wir haben das Schiff St. Vinzenz gemeinsam auf einen guten Weg gebracht“, stellte er unter Beifall fest. Der wird kommenden Mittwoch übrigens notariell besiegelt. Rentemeister kündigte an, dass dann die entsprechenden Verträge mit der Deutschen Klinik-Union, dem neuen Träger, unterzeichnet werden. St. Vinzenz sei oft totgesagt worden, das sei vorbei. „Bitte tragen sie das auch nach außen!“

Linderhaus wird

Ärztlicher Direktor

Dr. Jens Linderhaus, Ärztlicher Direktor des Hauses, dankte in seinen Worten auch Geschäftsführer Rentemeister. „Wir haben Erfolg gehabt, auch, weil wir eine vernünftige Geschäftsführung bekommen haben.“ Grubers dreimonatiges Wirken habe bisher „eingeschlagen wie eine Bombe.“ Der Internist sprach von einer hohen Entscheidungsdichte der letzten Wochen und Monate, „wir haben jetzt sogar eine Win-Win-Situation.“ Weil das Teamwork im Haus klappe und gut funktioniere, habe er keinen Zweifel, dass es weiter bergauf gehe.

Dr. Peter Gruber schließlich räumte ein, vielleicht noch nicht ganz in Altena angekommen zu sein. Doch auch er machte Anleihen bei Henry Ford in seinen Ausführungen und sprach allen Kollegen und dem Führungsteam „meinen aufrichtigen Respekt für die Bewältigung der Schwierigkeiten aus. Der Weg ist begonnen, aber es ist eben nur der Beginn“, meinte er. Er werde mit ganzer Kraft daran arbeiten, „zufriedene Patienten zu haben. Nur die sind schließlich der Schlüssel zum Erfolg.“

Von Johannes Bonnekoh

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