Awo-Fortbildung: Kinder brauchen Märchen

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Monika Pieper (stehend), Erzählerin, Märchenpädagogin und selbst ausgebildete Erzieherin startete gestern in der Awo-Einrichtung Zauberland in der Heimecke ein Wochenend-Seminar über den Einsatz von Märchen im Kindergarten-Alltag.

ALTENA -  23 Kindertageseinrichtungen unterhält die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis. Vertreter aus all diesen Kitas, die sich teils sehr spezialisiert um die Erziehung und besondere Förderung von Jungen und Mädchen kümmern (Stichwort etwa Sprachheilerziehung), waren noch bis Samstag, 22. Februar, zu Gast im „Zauberland.“

Unter der Überschrift „Kinder brauchen Märchen“ lernten ein Teilnehmer und weitere knapp zwei Dutzend Kolleginnen alles über den Einsatz von Märchen im täglichen Kita-Alltag.

Monika Pieper, selbst ausgebildete Erzieherin und diplomierte Märchen-Erzähl-Ausbilderin, fesselte dabei am Freitag, 21. Februar, zum Auftakt die Erwachsenen im wahrsten Sinne des Wortes. „Es war einmal...“ – Einleitungen wie diese, kennt jedermann noch aus seiner eigenen Kindheit. Jörg Kempfer vom Zauberland, dem Awo Sprachheilkindergarten in der Heimecke, führte die Weiterbildungsgäste in das Thema des Wochenend-Seminars ein und gab auch einen Überblick über das Awo-Weiterbildungskonzept. Denn die gestrige Fortbildung war schon die vierte, die die Awo ihren Angestellten „spendiert“ und somit belegt: Ständige Weiter- und Ausbildung liegt uns sehr am Herzen. Kempfer zeigte den Gästen zunächst einen kleinen Film und leitete über die neuerdings in die Kritik geratene Delfin-4-Prüfung in das „märchenhafte“ Wochenend-Seminar ein.

Dann übernahm Monika Pieper. Sie stieg über den „Vorteil der bildhaften“ Sprache in das Seminar ein und erarbeitete nach und nach Themen wie „Wesen, Struktur, Herkunft und Bedeutung der Märchen“, „Altersgerechte Märchen“, „Märchen und Seele – Bildsprache und Symbolik“, „Grausames in Märchen“ oder die Wertevermittlung des Genres sowie Rollenbilder, interkulturelle Arbeit mit Märchen und gab Tipps und Hinweise für ein qualifiziertes Vorlesen und wie freies Erzählen erlernbar ist.

Monika Pieper schaffte es schon am Freitag, 21. Februar, ihren Zuhörer und seine Kolleginnen, die, „wie Kinder zuhörten, gefesselt und gebannt waren“, zu begeistern. Die Engelskirchenerin kam mal besinnlich, dann humorvoll daher und schaffte es so, ihren Kurs „zu packen“.

Sie verstehe sich selbst als Weggefährtin und Förderin der ersten Schritte auf dem persönlichen Weg zum freien Erzählen. „Märchenerzähler sind Künstler des Wortes. Sie schaffen es, Kindern im medienüberreizten Zeitalter neue Welten zu öffnen.“

von Johannes Bonnekoh

www.maerchen-oeffnen-welten.de

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