Sauerkraut

Männerrunde verarbeitet eine viertel Tonne Kohl zu Sauerkraut

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Im Generationentreff am Knerling verarbeitete die Männerrunde am Mittwoch 250 Kilogramm Kohl, „Schabekappes“, zu Sauerkraut. Die Würze ist dabei das große Geheimnis der Männerrunde.

Altena - 250 Kilogramm Kohl verarbeiteten die Herren der Männerrunde am Mittwoch im Generationentreff am Knerling zu Sauerkraut. Klaus Löttgers erklärte, wie das gesunde Kraut hergestellt wird.

Am Knerling rollen Köpfe. „Wirf mir mal noch einen Kopf rüber“, ruft Otto Dönch. 

Es ist jedoch alles ganz harmlos – es handelt sich um Kohlköpfe. Die Männerrunde des Generationentreffs macht wieder kiloweise Sauerkraut. 250 Kilogramm „Schabekappes“ liegen auf den Tischen im Generationentreff, die Mitglieder der Männerrunde tragen weiße Mützen mit roten und blauen Pompons und von den Stadtwerken Altena gesponserte gelbe Schürzen. In der Luft liegt der Geruch von Kohl. 

Von 10 Uhr vormittags bis in den späten Nachmittag ist Hochbetrieb im Generationentreff. „Zuerst wird der Kern des Kopfes entfernt“, erklärt Klaus Löttgers den Vorgang. Sind die Kohlköpfe entkernt, kommen sie zu den beiden Männern, die den „Kappes“ schaben, also für die Form des Sauerkrauts sorgen. Anschließend wird das Kraut gewürzt. 

Das Geheimnis des Sauerkrauts vom Generationentreff ist die Würze

Die Würze macht laut Klaus Löttgers den Unterschied zum gekauften Sauerkraut aus. „Wir machen das ganz anders. Aber wir werden natürlich das Geheimnis nicht verraten“, sagt er lachend. Das Geheimnis der Würze hat Otto Dönch aus der Plattdeutschen Gesellschaft mitgebracht, die früher auf dem Weihnachtsmarkt selbst gemachtes Sauerkraut verkaufte. 

Zum vierten Mal stellen die Mitglieder der Männerrunde Sauerkraut her. 

„Wir fanden es schade, dass sie das nicht mehr machen, deshalb haben wir das übernommen“, sagt Löttgers. Mittlerweile stellt die Männerrunde nun schon im fünften Jahr Sauerkraut her. Mit 250 Kilogramm „Schabekappes“ sind sie jetzt am Limit angekommen. „Mehr schaffen wir nicht“, sagt Löttgers. Nachdem das Kraut gewürzt ist, wird es in Eimern eingestampft, bis der Saft austritt. 

Sind die Eimer voll, wird das Kraut mit Wasser, einem Tuch und einer Platte abgedeckt, mit einem Gewicht beschwert und in den Garagen untergebracht. „Dann muss das Kraut für sechs Wochen gären“, sagt Löttgers. Damit ist die Arbeit aber noch nicht beendet. 

Das Sauerkraut wird am 9. Dezember ausgegeben - Anmeldungen ab jetzt

Einmal in der Woche muss das Kraut kontrolliert, das Wasser erneuert und die weiße Kahmschicht, die beim Gären entsteht, entfernt werden. Dabei ist höchste Reinheit geboten, da das Kraut sonst schimmeln kann. Dieser Aufgabe hat sich Klaus Löttgers verschrieben. „Ich bin für den Generationentreff verantwortlich, deshalb kümmere ich mich auch um das Sauerkraut.“ 

Am Samstag, 9. Dezember, erfolgt die Ausgabe des Sauerkrauts ab 10 Uhr. Anmeldungen dafür nimmt Klaus Löttgers ab sofort entgegen, zu erreichen ist er unter Tel. 0 23 52 / 2 19 14.

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