"Männerhort": Theater auf Draht bringt Kinofilm auf die Bühne

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Probe mit Textbuch: Dietmar Vogt und Vorsitzender Julian Palla üben für „Männerhort“.

Altena – Einen Kinofilm bringt das Theater auf Draht in Altena auf die Bühne: Männerhort. Es geht um Frauen und ihre Lieblingsbeschäftigung. Auf der Bühne steht aber keine einzige Frau.

Es geht um Frauen und ihre ganz besondere Beziehung zum Einkaufen – und um die Rolle des Mannes in diesem Spannungsfeld. Das Ensemble des „Theaters auf Draht“ bringt diese oftmals konfliktreiche Situation in einem Boulevard-Stück auf die Bühne. 

Es ist das 21. Theaterstück im 21. Jahr des Vereins. Gezeigt wird „Männerhort“ aus der Feder von Kristof Magnusson ab 2. November um 20 Uhr im Thomas-Morus-Haus. 

Knapp ein Jahr lang probt das Ensemble bereits. „Wir liegen gut im Rennen“, sagt Vorsitzender Julian Palla und fügt an: „Alle Theaterfreunde erwartet eine Komödie, wie wir sie noch nie gespielt haben.“ Pressesprecher Dietmar Vogt ergänzt: „Männerhort ist ein sehr intensives Spiel, das kann ich sagen. Wir bieten dieses Mal viele Stimmungswechsel und garantieren: So viel zu Lachen gab es bei einem Stück von Auf Draht noch nie.“ 

Flucht vor dem Shoppingwahn

Die Geschichte erzählt von drei Männern, die sich im Heizungskeller eines Einkaufszentrums ein Versteck eingerichtet haben. Dorthin flüchten sie sich jeden Samstag, wenn ihre Ehefrauen auf Shoppingtour gehen. 

Obwohl es um Frauen geht – keine einzige wird die Bühne betreten. Dort agieren lediglich die Protagonisten Helmut (Dietmar Vogt), Lars (Julian Palla) und Erroll (Thomas Fillinger). Sie sitzen bei Dosenbier und Pizza im Keller und schauen Fußball. Und dabei ereifern sie sich über ihre vom Kaufrausch befallenen Ehefrauen. 

Als Feuerwehrmann Mario (Jens Weihl) die drei Männer bei einem Kontrollgang im Keller entdeckt und ihre Treffen aus Brandschutzgründen unterbinden will, heißt es zunächst für die Drei, Überzeugungsarbeit zu leisten – bis auch dieser Mann begreift, um was es geht. „Es sind die Dialoge, die spritzigen Wortschöpfungen, die der Autor Kristof Magnusson so verfasst hat, dass sich vermutlich (fast) jeder Mann wieder erkennt. Wir garantieren amüsante Verdrehungen, Ausreden, Notlügen und Verzweiflungstaten“, meint Vogt. „Das Publikum erwarten Dialoge, die mit Stereotypen spielen und dennoch spitze Wortgefechte voller Humor bieten.“ Der gleichnamige Film kam bundesweit im Jahr 2004 in die Kinos.

Viel männliches Gebahren

Wenn das Ensemble von „Auf Draht“ auftritt, geht es vorrangig um „entspannen, abschalten, sich wohlfühlen“, sagt Julian Palla. „Wir sind sicher, ,Männerhort’ wird den Nerv der Besucher treffen. Männer werden sich wiederfinden und Frauen werden sagen: ,Siehst du, der da ist genau wie du.’“ Palla, der vor zwei Jahren den Vorsitz des Theaters „Auf Draht“ übernahm, ist froh, den Theaterverein und seine 25 aktiven Mitglieder mit „Männerhort“ endlich wieder auf die Bühne zu bringen. 

„Wir haben unsere Spielzeit vom Frühjahr auf den Herbst verlegt. Deshalb gab es fast ein Jahr Bühnenpause.“ Das Bühnenbild „ist vielleicht spartanisch, aber es besticht durch viele Details. In diesem Kellerraum wird das Männlichkeitsgebaren der Figuren bloßgestellt, sodass kein Auge trocken bleibt“, sagt Dietmar Vogt.

 Angelegt ist das Stück auf zwei Akte. Die Spielzeit beträgt inklusive Pause rund zwei Stunden. Dankbar sind die Theaterspieler dem Förderverein des Thomas-Morus-Hauses, aber auch der Kompanie Mühlendorf innerhalb der FWG für ihre Unterstützung.

Infos

Das „Theater auf Draht“ zeigt das Stück an sechs Abenden im Thomas-Morus-Haus. Die Termine: 2., 6., 8., 9.,15. und 16. November, jeweils um 20 Uhr (Einlass 18.30 Uhr). Karten gibt es für zwölf Euro bei LVM Coutinho (Bachstraße), in der Buchhandlung Katerlöh, in Evingsen am Kiosk gegenüber der Apotheke, in Dahle bei Appelhans und an der Abendkasse.

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