Durchbruch ist geschafft

+
Um die Zukunft der Einrichtung an der Bornstraße ging es am Freitagabend in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Altenaer Rates.

Altena -  In konstruktiven Gesprächen mit dem potentiellen Erwerber des Krankenhausgebäudes und dem als Insolvenzverwalter eingesetzten Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele und der Stadt ist es jetzt gelungen, den Weg für eine gute zukünftige Nutzung frei zu machen.

In einer nichtöffentlichen Sondersitzung am Freitag stimmte der Rat der Stadt Altena einstimmig der Vereinbarung mit einem potentiellen Erwerber zu, der beabsichtigt, das im Gebäude des St. Vinzenz bestehende Seniorenzentrum (Pflegeheim) fortzuführen.

Seit mehreren Monaten wurden seitens der Stadt zudem Gespräche mit verschiedenen Anbietern im Bereich der medizinischen Versorgung geführt. Auf Grundlage dieser Gespräche erscheint es realistisch, gemeinsam mit dem potentiellen Erwerber und dem Insolvenzverwalter in konkrete Verhandlungen über die Ansiedlung medizinischer Versorgungsangebote zu treten.

 Neben einer medizinischen Versorgung der Bevölkerung durch ein MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum), der Ansiedlung eines Kinderarztes, der notärztlichen Versorgung und einer Tagesklinik sollen möglichst noch weitere medizinische Angebote etabliert werden. Zwischen dem potentiellen Erwerber und der Stadt wurde in einem Vertrag Einvernehmen über die dafür im Gebäude zu reservierenden Flächen erzielt.

„Auch wenn noch nicht alle weiteren rechtlichen Probleme für den Verkauf des St.-Vinzenz-Gebäudes an den Pflegeheimbetreiber und potentiellen Erwerber gelöst werden konnten, werden wir uns bemühen, die Stolpersteine aus dem Weg zu räumen“, so Rechtsanwalt Thiele als Insolvenzverwalter. „Die Verhandlungen über einen Verkauf können vor dem Hintergrund der nun getroffenen Vereinbarung weitergeführt werden.“

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zeigt sich stellvertretend für den Rat erleichtert. „Mit der vertraglichen Vereinbarung zwischen der Stadt Altena und dem potentiellen Erwerber wird der Weg für ein Pflege- und Gesundheitszentrum im Gebäude des Krankenhauses geebnet. Damit können Defizite der ärztlichen und medizinischen Versorgung beseitigt werden. Weiterhin deutet sich an, dass mit den Verhandlungspartnern für die ärztliche Versorgung innovative Lösungen entwickelt werden können, die unsere Stadt in diesem Sektor wieder nach vorne bringen. Auch wenn wir derzeit noch nicht mit Namen an die Öffentlichkeit gehen können, sind für die einzelnen Angebote bereits potentielle Partner gefunden. Ich freue mich mit allen Mitgliedern des Rates darüber, dass es nunmehr gelingen kann, dauerhaft Arbeitsplätze im Pflegebereich zu sichern und darüber hinaus eine nicht unerhebliche Zahl neuer Arbeitsverhältnisse zu schaffen.“

Zwischen den Verhandlungspartnern besteht Einvernehmen, dass anstelle des Krankenhauses ein modernes Pflege- und Gesundheitszentrum entstehen soll.

Seit Dezember wurde durch die Stadt darauf hingewiesen, dass das Gebäude planungsrechtlich als Sondergebiet Krankenhaus festgelegt worden ist. Dies bedeutet, dass andere Nutzungen dort derzeit nicht ohne Weiteres zulässig sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare