„Machen sie was draus, auf das sie stolz sein können“

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Siegfried Schmale begrüßte rund 150 Gäste in der festlich dekorierten Fertigungshalle. ▪

ALTENA ▪ Sie wollten keine „steife Feier“ – „das passt gar nicht zu uns“. Deswegen haben Siegfried und Daniel Schmale gestern auch zur Einweihungs-Party des neuen Firmengeländes eingeladen.

Rund 150 Gäste aus Altena und ganz Deutschland kamen und feierten bis in den späten Abend. Die Firma Schmale Maschinenbau GmbH hat ihren Standort von der Springer Straße an die Altenaer Straße verlegt (wir berichteten).

Auf der Gästeliste standen Kunden und Lieferanten genauso wie Freunde, Nachbarn und natürlich die Mitarbeiter mit ihren Familien. „Wir arbeiten und leben auch zusammen“, so die Philosophie der Schmales. Auch gab es keine langen Reden, sondern nur kurze Ansprachen.

Die Begrüßung übernahm der Seniorchef: Immer wieder hätten die Kunden gefragt, wie sie die fertigen Maschinen aus dem Gebäude an der Springer Straße wieder herauskriegen würden, erinnerte sich Siegfried Schmale. Und ihn habe es unheimlich Nerven gekostet, dass aufgrund des fehlenden Platzes immer nur eine Maschine nach der anderen gebaut werden und nicht mit der nächsten begonnen werden konnte. Sie hätten lange nach etwas Geeignetem gesucht „und dann hat sich das hier aufgetan“, berichtete er mit einem zufriedenen Lächeln. „Die ganze Planung und der Umzug haben viel Kraft gekostet, doch wir sind sehr dankbar dafür.“

Schmale sen. dankte seiner Ehefrau, seinem Vater, der ihn so gut schulte und ihm schließlich das Unternehmen anvertraute. Er dankte seinen Freunden, seinem Bauleiter, den Handwerkern und den Kunden.

Weil es Probleme geben kann, wenn Vater und Sohn zusammen eine Firma leiten, haben Siegfried und Daniel Schmale sich professionelle Hilfe geholt: Matthias Vering coachte die beiden rund drei Jahre lang in Sachen Unternehmensführung. Er machte deutlich, dass er die Schmales für ihren Mut bewundert, nämlich „alte Zöpfe abzuschneiden und etwas Neues zu machen“. Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass sie etwas draus machen. Etwas, auf das sie stolz sein können.“

Die Mitarbeiter sind bereits stolz auf ihre Chefs und brachten das mit einem besonderen Geschenk zum Ausdruck: Feierlich enthüllten sie eine rustikale Holzbank mit dem Firmenlogo.

Schnell wurde es in der festlich dekorierten Halle und draußen auf dem neu gestalteten Firmenvorplatz gemütlich: Es gab Bier vom Faß, Würstchen vom Grill und Jazz von der Band „Six4Jazz“. Und während die Großen sich unterhielten oder sich durch die Firma führen ließen, vergnügten sich die Kleinen an der großen Carrera-Bahn oder spielten im Konferenzraum mit extra dafür engagierten Betreuern. ▪ Von Ilka Kremer

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