„Besser gestalten, als opponieren“

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Lutz Vormann, SPD-Vorsitzender Altena.

ALTENA -  Er habe am Samstag, 14. Dezember, schon häufiger auf die Uhr geschaut als sonst und gewartet. Als dann frühzeitiger als geplant das Mitgliedervotum der SPD zur Großen Koalition feststand, habe er die ersten Stellungnahmen intensiv vor dem Fernsehbildschirm verfolgt.

Lutz Vormann, Ortsvorsitzender der SPD Altena: „Ich habe mich besonders über die hervorragende Mitgliederbeteiligung gefreut. Das ist für mich ein starkes Zeichen und ein voller Erfolg für die SPD selbst.“

Wie er selbst votiert hat, dazu sagte der Frontmann der SPD am Ort nichts. „Lassen Sie es mich so formulieren: Das jetzt vorliegende Votum macht deutlich, dass es eine große Mehrheit der Genossen der Meinung ist, es sei besser in einer Regierung mitzugestalten, als in der Opposition zu sein.“ Der Koalitionsvertrag mit der Union trage deutliche SPD-Züge. „Ich führe nur als ein Beispiel das Thema Mindestlohn an“, so der Altenaer Sozialdemokrat. Und hat das Votum Auswirkungen auf die Arbeit zwischen SPD und CDU vor Ort? Da hat es ja in den letzten Wochen zum Beispiel beim Thema Schulen kräftig geknirscht.

Vormann sagte, es sei sicherlich keine Liebesheirat auf Bundesebene, das wolle er nicht verkennen. „Aber“, so fügte er an, „sehen wir mal, was möglich ist und wie die Bundespolitik auf Altena durchschlägt.“

von Johannes Bonnekoh

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