Luther-Kantorei und Gemeinde im Wechsel

ALTENA - Wie auch immer Johannes Köstlin es geschafft haben mag: Er brachte die rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer, die am Sonntagnachmittag das Adventskonzert in der Lutherkirche verfolgten, dazu, das „Magnificat anima me doinum“ gemeinsam mit der Lutherkantorei anzustimmen.

Bei diesem Werk handelt es sich um einen äußerst anspruchsvollen Kanon und ist daher schon für sehr gute Chöre schwer zu meistern. Dass die Lutherkantorei dieser Aufgabe gewachsen war, steht und stand ausser Zweifel. Das Publikum in ein solches Werk mit einzubeziehen, erfordert Mut. Nicht nur vom Dirigenten, auch von seinen „Sängern“. Doch unter seiner fachlichen Leitung gelang es ihm tatsächlich, Chor und Gemeinde gemeinsam diesen Kanon singen zu lassen.

Auf dem weiteren Programm stand unter anderem auch das „Joy to the world“, dessen musikalischer Mantel aus der Feder von Georg Friedrich Händel stammt, mittlerweile jedoch überwiegend in englischer Sprache gesungen wird. Danach war erneut die Sangeskraft der Gemeinde gefragt. Die Kantorei sowie die Gemeinde intonierten das bekannte Weihnachtslied „Macht hoch die Tür“, wobei sich Chor und Gemeinde bei den jeweiligen Strophen abwechselten.

Zum Abschluss bot die Luther-Kantorei noch einen Auszug aus dem Oratorium von Heinrich von Herzogenberg, „Die Geburt Chisti“ an. Es sei, so Köstlin, als eine Art Vorgeschmack zu sehen beziehungsweise zu hören. Denn das Oratorium werde am Freitag, 6. Januar, in der Luther-Kirche geboten. Der Inhalt befasst sich it den Verheißungen aus dem Alten Testament. Vor dem Konzert wurde ein Flyer verteilt, aus dem als Veranstaltungstag jedoch der Sonntag hervorgeht. Auf den entsprechenden Hinweis einer Zuhörerin ging Köstlin in seiner bekannten, humorigen Art ein. „Richtig“, sagte er. „Der 6. Januar ist ein Freitag.“ Und dann singe man auch. „Aber von Herzogenberg wird es sein“, so Köstlin.“

von Hartwig Bröer

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