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Luther ist zurück in Altena

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Von: Thomas Keim

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Dorothea Ossenberg-Engels von den Freunden der Burg nahm mit Christine Kunzmann und Hans Ludwig Knau die Büste in Empfang. Museumsleiter Stefan Sensen und Restaurator Holger Lüders freuten sich ebenfalls, das Stück wieder im Hause zu haben. © Keim

Altena - Da hat der gute Dr. Luther aber noch einmal kräftig Kilometer gemacht. Von Essen aus, wo er leihweise im Ruhrmuseum zu sehen war, ging es nach Köln und erst gestern wieder zurück an die Lenne. Bald wird er seinen Stammplatz in der Burgkapelle wieder einnehmen.

Den Freunden der Burg ist es zu verdanken, dass die als Seltenheit geltende Holzskulptur nun einer umfangreichen Konservierung und Restaurierung unterzogen werden konnte.

Nicht nur der Holzwurm, auch die vergangenen Jahrzehnte hatten der Büste des Reformators doch ordentlich zugesetzt. Dem wirkte Diplom-Restauratorin Kim Ohm in ihrer Kölner Werkstatt mit Störleim, demineralisiertem Wasser, Blitzfixschwämmchen und Gouachefarbe entgegen.

Schlankheitskur für den Reformator

Der Holzwurmbefall hat sich im Übrigen als gewisse Schlankheitskur für den Reformator erwiesen. Gut ein Drittel seines Gewichtes, schätzt Kim Ohm, hat Luther durch die kleinen Tierchen eingebüßt.

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Sehr kunstvoll gearbeitet ist diese Lutherbüste aus dem 17. Jahrhundert. Über ihre Herkunft ist nicht viel bekannt. © Keim

So interessant das Kunstwerk auch ist, vieles über seinen Ursprung ist nicht bekannt. Sicher ist nur, dass die Arbeit aus dem 17. Jahrhundert stammt und durch eine Schenkung des Kommerzienrates Wilhelm Ashoff 1918 in den Besitz der Burgmuseen gelangte. Das Stück hatte Ashoff einst im Kunsthandel erworben. Viel mehr ist nicht bekannt, auch wenn es reizvoll wäre, Weiteres zu erfahren, findet Dorothea Ossenberg-Engels von den Freunden der Burg. Sie nahm gestern gemeinsam mit Christine Kunzmann und Hans Ludwig Knau die Büste wieder in Empfang. Museumsleiter Stefan Sensen und Restaurator Holger Lüders freuten sich ebenfalls, das gute Stück wieder im Hause zu haben.

Es wird in Kürze seinen angestammten Platz in der Burgkapelle wieder einnehmen. Hier ist er in einer eigenen Vitrine zu Hause, in der neben einem westfälischen Gesangbuch auch eine Lutherbibel aus dem Jahr 1576 zu sehen ist.

Mittel für Restaurierung stammen aus Konzert

Die Mittel für die Restaurierung stammen aus einem Konzert mit Vortrag, das Anfang September in der Lutherkirche gegeben wurde. Veranstalter von Vortrag und Konzert waren wiederum die Freunde der Burg. Der Eintritt war frei, es wurde allerdings um Spenden für die Restaurierung dieser Luther-Büste gebeten. Das Jubiläumskonzert gab es anlässlich der 650-Jahr-Feier. Ausführende waren das Ensemble Musaicum.

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