Corona-Helden heben ab - Gewinner stehen fest

Altena – Mit der Beteiligung an der Corona-Helden-Aktion ist der Luftsportverein Hegenscheid (LSV) zufrieden, berichtet Geschäftsführerin Anna-Laura Geusen. Zehn Rundflüge verschenken die Vereinsmitglieder an diejenigen, die sich in der Corona-Pandemie für ihre Mitmenschen einsetzen.

 Bis Ende Mai konnten die „Coronahelden“ – unter diesem Stichwort hatten die Flieger die Aktion ins Leben gerufen –per E-Mail nominiert werden. Jetzt sind die Schreiben sortiert, rund 30 Bewerbungen gingen beim LSV Hegenscheid über seine Internetseite ein. „Ein paar mussten wir aussortieren, weil manche Helden mehrfach von der gleichen Person nominiert wurden oder gar nicht mehr im Märkischen Kreis wohnen“, sagt Anna-Laura Geusen. Denn gedacht ist die Aktion für „Coronahelden“ aus dem Märkischen Kreis.

 Im Lostopf waren nach der Sichtung noch 24 gültige Bewerbungen. „Es waren kunterbunt gemischte Hintergründe“, berichtet der Vereinsvorsitzende Philip Hilker, „Die benannten Coronahelden kommen aus dem Einzelhandel, aus der Altenpflege und besonders freue ich mich, dass drei Streetworker nominiert wurden, die sich für Obdachlose einsetzen“. 

Ausgelost wurden die Gewinner vor rund einer Woche. Nun geht es daran, sie zu benachrichtigen. Eine ungeahnt große Herausforderung, erzählt die Geschäftsführerin: „Die Frage ist, welchen Betreff ich über die E-Mail schreibe. Wenn da steht ‘Sie haben gewonnen’, landet die Mail ja wahrscheinlich direkt im Spamordner.“ 

Auch wenn für diese technischen Feinheiten noch eine Lösung gefunden werden muss, so ist doch zumindest schon ein Zeitraum für die gemeinsamen Flüge abgesteckt. In den letzten zwei Wochen der Sommerferien, also zwischen dem 27. Juli und dem 9. August, möchte der LSV mit den Coronahelden abheben und dabei recht flexibel sein, was die Terminplanung mit den zehn Gewinnern angeht. „In dem Zeitraum soll auf dem Flugplatz ein Ferienlager stattfinden“, erklärt Geusen. „Deshalb sind wir ohnehin da und können flexibel reagieren.“

 Zuerst müsse aber geklärt werden, wer überhaupt fliegen möchte, denn die Bewerbungen liefen nach dem Nominierungsprinzip. Bedeutet: Eine Person schlug eine andere vor – entweder wissentlich oder aber wegen der Überraschung unwissentlich. Wenn nun ein Nominierter kein Interesse an einem gemeinsamen Rundflug hat, kann er entweder einen Tag auf dem Flugplatz – auf sicherem Boden – miterleben, oder aber er schlägt den Gewinn aus. „Dann greifen wir noch einmal in die Lostrommel“, sagt Geusen.

 Ob am Ende der Sommerferien überhaupt geflogen werden kann, ist davon abhängig, welche Corona-Schutzverordnung dann in NRW gilt. Denn derzeit seien die doppelsitzigen Flüge selbst für Vereinsmitglieder nur dann erlaubt, wenn beide Insassen mit einer Mund-Nase-Maske fliegen. Und: „Mit Fremden müssen wir leider noch etwas warten“, schildert Geusen das Problem. Dies sei auch der Grund, warum es noch keine festen Termine gebe, sondern nur einen Zeitraum. Bis zum Ende der Ferien hofft der LSV, auch wieder mit Gästen durchstarten zu können.

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