Lüdenscheider Planer gewinnen Wettbewerb

Preisgeld bleibt in der Region

+
Jury-Vorsitzende Prof. Gesche Grabenhorst mit Joachim Effertz, Bürgermeister Andreas Hollstein und Roland Balkenhol (Abteilungsleiter Planen und Bauen). 

Altena - Schummeln geht nicht bei Architektenwettbewerben – die Regie führen darauf spezialisierte Büros. Pläne, die bei ihnen eingereicht werden, werden doppelt kodiert.

Deshalb war am Donnerstag die Überraschung groß, als die Umschläge geöffnet wurden und sich herausstellte, dass das Lüdenscheider Architekturbüro Kaldewey und Wortmann den Wettbewerb um die Quartiersentwicklung am Breitenhagen gewonnen hatte. Das entschied die Jury, die in der Burg Holtzbrinck tagte – jenem Gebäude also, für dessen laufende Sanierung ebenfalls Kaldewey und Wortmann verantwortlich zeichnen.

 Wie kann man den vorhandenen Wohnungsbestand auf dem Breitenhagen entwickeln und durch Neubauten ergänzen? Diese Frage sollten die Planer am Beispiel von Breslauer, Kolberger und Königsberger Straße beantworten. 40 Büros waren eingeladen, sich damit auseinanderzusetzen. 15 zeigten Interesse, am Ende reichten sieben Vorschläge ein. Das macht man nicht mit links: Um die 30 000 Euro koste so eine Planung selbst dann, wenn ein erfahrenes Büro sie zügig erledige, erklärte Prof. Gesche Grabenhorst, die Vorsitzende der Jury. An Wettbewerben beteilige man sich deshalb nicht wegen des Preisgeldes (in diesem Fall 50000 Euro für die ersten drei Büros), sondern weil man auf den Auftrag zur Umsetzung des Planes hoffe. G

enau das soll das Büro Kalewey und Wortmann jetzt tun – aber nicht eins zu eins. Gut gelungen ist nach Ansicht der Jury vor allem der Umgang mit dem vorhandenen Gebäudebestand. Dort seien verschieden große Wohnungen, teils auch barrierefrei, unterzubringen. lautete die Aufgabe. Die Lüdenscheider Architekten sehen „Erschließungstürme“ mit Treppen und Aufzügen vor, von denen aus je zwei Häuser über Laubengänge erschlossen werden sollen. Das störende Treppenhaus in der Mitte der 50-er Jahre-Bauten wird dadurch überflüssig, das erleichtert die Planung neuer Grundrisse. Auch die Überlegungen zur Entwicklung von Frei- und Schaffung von Gemeinschaftsflächen fanden Anklang.

 Weniger begeistert waren die Juroren von den Vorschlägen für Neubauten – da sehen sie Veränderungsbedarf. Deshalb soll ein Beirat die weiteren Planungen begleiten. Die Pläne sind noch bis 3.. Dezember in der Bürgerburg zu sehen. Sie sehen auch Abbrüche vor. Die Bewohner der betroffenen Häuser mögen sich nicht erschrecken, bat Baugesellschaftsvorstand Effertz: „Wie das umgesetzt wird und ob das an dieser Stelle geschieht, das wissen wir noch nicht“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare