Zahlreiche Herausforderungen für Annahmestellen-Betreiber 

Lotto-Läden unter Druck

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Bernd Schlippe, der mit seiner Frau Andrea die Lotto-Annahmestelle im Stapelcenter betreibt, im Gespräch mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Stephen Paul. Der Politiker ist Sprecher für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung in seiner Fraktion.

Altena - „Die Herausforderungen werden mehr und die Umsätze stagnieren“, sagt Bernd Schlippe, Mitarbeiter der gleichnamigen Tabakbörse im Stapelcenter, konsterniert. 

Woche für Woche begeben sich zahlreiche Deutsche auf die Jagd nach dem Millionengewinn und spielen Lotto. Doch die Annahmestellen haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. 

Am Montag besuchte eine Delegation aus FDP-Politikern und Mitgliedern einer Initiative der Annahmestellen die Tabakbörse von Andrea Schlippe. Der Laden ist vielen Altenaern bekannt. Hier gibt es Tabakwaren, Zeitschriften, Schreibwarenartikel und vieles mehr. Das Geschäft ist außerdem auch Lotto-Annahmestelle. 

Weniger Umsatz

Was viele nicht wissen: Seit 1997 liegt die Provision für die Betreiber nicht mehr bei sieben sondern bei 6,55 Prozent – das bedeutet sie bekommen weniger vom Umsatz. 

Dazu kommt die Erhöhung der Inbetriebnahme-Gebühren für die Annahmestellen von 20 auf 250 Euro jährlich. Der Betrag ist an die Bezirksregierung Arnsberg zu zahlen. 

Man könne zwischen einem und fünf Jahren Laufzeit wählen, erklärt Heike Juckenack, Vorstandsmitglied beim Lotto- und Toto-Verband der Annahmestelleninhaber in NRW. Sie erläutert: „Wenn man den Standort wechselt, muss man die Gebühr komplett neu bezahlen. Man bekommt nichts zurück.“ FDP-Ratsmitglied Bernhard Diel schüttelt den Kopf. „Unglaublich“, sagt er entgeistert. 

Für die Betreiber der Annahmestellen kommen allerdings nicht nur mehr Herausforderungen sondern auch mehr Vorgaben hinzu. Strengere Jugendschutzkontrollen, neue Abläufe und Anforderungen sowie die damit verbundenen Schulungen sind nur ein Teil davon. 

Schlippe: Höhe der Provisionen nicht zeitgemäß

Um diesen Vorgaben gerecht zu werden und etwas an ihrer misslichen Lage zu ändern, wollen die Annahmestellen-Betreiber mit „der Politik in Kontakt bleiben“. Betreiber Bernd Schlippe formuliert seine Wünsche konkret: Zum einen sollten die Inbetriebnahme-Gebühren gesenkt werden und zum anderen sei die Höhe der Provision nicht mehr zeitgemäß. 

FDP-Landtagsabgeordneter Stephen Paul aus dem Kreis Herford, Sprecher für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung in seiner Fraktion, war am Montag ins Stapelcenter gekommen. 

Gemeinsam mit Maren Christoffer, seiner Büro-Chefin im Landtag die gleichzeitig auch FDP-Ortsverbandsvorsitzende ist, Bernhard Diel und Friedrich Wilhelm Kilsch, stellvertretender FDP-Ortsverbandsvorsitzender, hörte er sich die Schilderungen der Annahmestellen-Vertreter an und versprach die Probleme und Bitten auch zu seinen Kollegen nach Düsseldorf zu tragen. Er betonte, wie wichtig die Lotto-Toto-Läden auch für die Belebung der Innenstädte seien.

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