Innenbereiche öffnen

Lockerungen in der Gastro: Wirte atmen auf

Vorbereitungen für den Betrieb im Gasthof Spelsberg in Altena: Juniorchef Kai Spelsberg und die Auszubildene Zara Spöth bereiten die Tische für ihre Gäste vor.
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Vorbereitungen für den Betrieb im Gasthof Spelsberg in Altena: Juniorchef Kai Spelsberg und die Auszubildene Zara Spöth bereiten die Tische für ihre Gäste vor.

Aufatmen bei Altenas und Nachrodts Wirten: Ab sofort sind Gäste auch im Gasthaus wieder willkommen und die Testpflicht für den Biergarten entfällt. Hoffnung und Optimismus am Ende einer langen Durststrecke macht sich breit.

Altena/Nachrodt – „Ich finde das gut. Wir sind sofort dabei“. Kai Spelsberg, Inhaber des gleichnamigen Gasthofs auf dem Großendrescheid freut sich über die Möglichkeit, ab sofort auch drinnen wieder Gäste bewirten zu dürfen. Weil die Sieben-Tages-Inzidenz am Mittwoch seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 50 lag, können sich die Menschen in der Burgstadt und in Nachrodt-Wiblingwerde auf weitere Lockerungen freuen.

Die Entwicklung sei insgesamt erfreulich, sagt Spelsberg. Auch „die Touristen kommen wieder. Das gibt Stoff, man kann wieder arbeiten.“ Endlich wieder nach Monaten des Stillstands. Auf dem Großendrescheid wird er mit etwas weniger Personal in die Bewirtung einsteigen. Er hat immerhin 24 Angestellte. Sie sollen abwechselnd wieder eingesetzt werden. „Die Mitarbeiter sind das höchste Gut“, sagt Kai Spelsberg.

Spelsberg: Alle Tische draußen belegt

Gewisse Einschränkungen hinsichtlich des Platzangebotes gibt es gleichwohl weiterhin in seinem Gasthof: Maximal werden dort jetzt 70 Plätze angeboten. Zum Vergleich: Wenn man die Fläche voll nutzen könnte, stünden 160 Restaurantplätze zu Verfügung.

Der Außenbereich wird schon sehr gut genutzt. „Alle Tische waren am Mittwochabend belegt; am Donnerstagabend kamen 50 Gäste. „Die Leute haben es vermisst“, stellt Spelsberg fest und freut sich über die gute Resonanz.

Alte Linden: Neue Mitarbeiterin eingestellt

Ähnlich gut ist die Stimmung in Dahle. „Ich bin guter Zuversicht“, berichtet Reinhold Thun, Inhaber des Hotel-Restaurants Alte Linden. Er wird am Freitag wieder öffnen. Thun hat eine Mitarbeiterin neu eingestellt, alle anderen Kräfte sind ihm trotz der Coronakrise treu geblieben. „Ich habe fünf Aushilfen und – mich eingeschlossen – drei feste Kräfte.“

Mit Blick darauf, dass sein Haus fast acht Monate geschlossen war, sagt der Gastronom: „Es wird höchste Eisenbahn jetzt.“ Wie man es mit der Kegelbahn halten wird? „Das wissen wir noch nicht genau.“

Hochstein im Haus Pilling: „Wir haben lange durchgehalten“

Auch das Gasthaus Pilling in der Nette öffnet wieder den Innenbereich. Der kleine Biergarten ist schon seit 14 Tagen wieder geöffnet; jetzt können aber Gäste auch wieder die historische Gaststube besuchen. Wirt Patrick Hochstein verweist auf die lange Historie des Hauses – immerhin seit 1724.

Patrick Hochstein, Wirt im Gasthaus Pilling, hatte diesmal nicht am Zapfhahn, sondern in der Küche viel zu tun.

„Hier war nie etwas anderes als eine Gaststätte. Wir haben lange durchgehalten.“ Auch im Café Ko am Markaner sind Gäste endlich wieder willkommen. „Na klar machen wir auf. Wir warten schon darauf“ sagt Wirt Dimitrios Apostolidis. Er begrüßt es, dass ab sofort im Außenbereich keine Testpflicht mehr besteht.

Brenscheider Mühle: Leute zieht‘s in den Biergarten

Tilemachos Deliawidis, Wirt des Waldrestaurants Brenscheider Mühle in Nachrodt, wird sich ebenfalls auf die Bewirtung im Innenbereich einstellen. So lange das Wetter aber gut ist, ziehe es die Besucher aber eher in den Biergarten, stellt er fest. Die Brenscheider Mühle ist beleibt bei Radfahrern, Wanderern und Motorradfahrern. Rund 100 Plätze stehen ihnen ab sofort wieder zur Verfügung.

Einen Tag später startet Gisela Gundermann wieder im Café Klunterbunt in Rennerde. Ab Samstag sind dort wieder Gäste willkommen weil sie und Norbert Gundermann am Freitag (11. Juni) noch ihren Stand vor dem Edekamarkt betreiben. „Wir öffnen wieder“, sagt Gundermann mit Blick auf Samstag. „Darauf freuen wir uns schon.“

Droste in Dahle: Warten auf weitere Lockerungen

Geschlossen bleibt hingenen das Gasthaus Droste in Dahle vorerst. Inhaber Walter Droste will noch abwarten und erst wieder öffnen, sobald die Inzidenzzahlen es zulassen, dass auch Innengastronomie ohne Testpflicht möglich ist. Das könnte bald der Fall sein.

Der Dahler Gastwirt Walter Droste will noch abwarten mit der Öffnung des Lokals. Trotzdem kocht er regelmäßig.

Denn nötig ist dafür eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 an fünf Werktagen in Folge. Am Freitag (11. Juni) liegt der Kreis bereits den dritten Tag in Folge unter der Marke. So lange die letzte Stufe der Lockerungen noch nicht erreicht ist, belässt es Walter Droste bei seinem „Essen auf Rädern“ – an sieben Tagen in der Woche.

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