Rund um Draht: Zweiter Versuch für besondere Ausstellung

 Für seine Ausstellung „Endlos“ nahm Fotograf Klaus Storch viele Details in den Fokus. Und so wird zum Beispiel auch das Endstück eines abgeschnittenen Drahtes zu einem Kunstwerk.
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Für seine Ausstellung „Endlos“ nahm Fotograf Klaus Storch viele Details in den Fokus. Und so wird zum Beispiel auch das Endstück eines abgeschnittenen Drahtes zu einem Kunstwerk.

Klaus Storch bereitet eine neue Ausstellung vor. Eine Ausstellung, der in Altena kein gutes Schicksal beschieden war. „Endlos“ wird sie heißen, aber nicht endlos sein. Der Altenaer Fotograf hat die Chance wahrgenommen, seine Arbeit noch einmal zu zeigen, nachdem ihm die Corona-Pandemie einen Riesen-Strich durch die künstlerische Rechnung gemacht hat.

Altena –Denn Storch wollte die aufwändige Schau zum Thema Drahtfotografie im Altenaer Drahtmuseum zeigen. „Drei oder vier Tage war die Ausstellung geöffnet, dann musste das Drahmuseum wegen Corona geschlossen werden“, berichtet Storch. „Nur ein paar wenige Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl gab es dann noch im August.“

Nun nimmt der Fotograf einen neuen Anlauf, aber nicht in der Burgstadt: Die Ausstellung wird vom 27. Juni bis zum 8. August im Berghaus in Sundern-Stockum zu sehen sein. Die Vernissage ist am Sonntag, 27. Juni, um 15 Uhr. Im Drahtmuseum wird derzeit nämlich bereits eine neue Ausstellung rund ums Thema Marionetten vorbereitet, die ab November laufen soll.

Besondere Perspektiven

Besondere Perspektiven, ein besonderer Blick auf die Farben, ein besonderer Blick auf die Wirkung des Bildes und in erster Linie die besondere Auswahl des Motivs: Klaus Storch ist ein alter Hase im Fotografie-Geschäft – und einer, der es beherrscht. Er beeindruckte Altena 2014 vor der Eröffnung des Burgaufzugs mit sehr großformatigen Fotos von den Bergleuten, die den Rohbau zum Erlebnisaufzug freistemmten und -sprengten. Meterhoch hingen ihre Bildnisse über der Fußgängerzone. Markante Gesichter, markante Männer. Eine scheinbar endlose Passage von Machern also. So endlos wie einem eine große Spule oder Krone mit Draht erscheinen mag. Und um diesen Werkstoff, der für die Burgstadt so wichtig ist, geht es in der neuen Ausstellung. Storch hat dafür -zig Drahtfirmen besucht. Überwiegend solche mit Sitz in Altena, aber auch in Neuenrade, in Nachrodt und in Hemer-Ihmert ist der Fotograf gewesen.

Rund drei Jahre hat die Vorbereitung in Anspruch genommen, für Gespräche mit den Firmeninhabern und das Vereinbaren von Fototerminen. „Natürlich habe ich zwischenzeitlich auch noch etwas anderes gemacht“, stellt Storch klar. Ein gutes Dutzend Unternehmen gaben dem Fotografen schließlich ihr Okay. Zahlreiche Firmen hat er besucht, um Fotos für die Ausstellung zu schießen: So war er in den Firmen Brüninghaus, Claas, Lötters (Ihmert), Elisental (Neuenrade), Drahtwerk Wagener, Drahtseilwerk Künne Gruppe, Finkernagel, Frohn, Hohage, Klincke, Lüling, Möhling (alle in Altena) und Walzwerke Einsal.

Lange Vorbereitung

Im Laufe der Zeit entstanden dort mehr als 4000 Fotografien. Mit Kennerblick und jahrelanger fotografischer Erfahrung erreichte Storch ein hohes Maß an Abstraktion und malte mit dem Licht. Das zeigt sich auch daran, das einzelne Firmenbesitzer ihr eigenes Unternehmen nicht erkannt haben, wenn Storch Details in den Fokus nahm. Da wird das Endstück eines abgeschnittenen Drahtes zu einem Schmuckstück, das dem Betrachter entgegenglüht.

Aus den 4000 Aufnahmen pickte der Evingser schließlich 200 für eine Vorauswahl heraus. „Das war schon nicht so einfach“, berichtet Storch über die Qual der Wahl. 120 Fotos wurden dann in den Katalog zur Ausstellung im Drahtmuseum aufgenommen, 60 großformatige Arbeiten wurden schließlich an der Thoméestraße gezeigt.

Von vielen Foto- und Kulturfreunden wisse er, dass sie die Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung vermisst haben und sich jetzt auf die Präsentation im Nachbarkreis freuen, sagt der Fotograf.

Die Ausstellung

Geöffnet ist die Ausstellung im Berghaus in Sundern-Stockum ab 27. Juni samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Gruppenführungen können online unter www.akademie-stockum.de oder unter Tel. 01 51/56 35 00 63 gebucht werden.

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