Nur mündliche Verwarnung

Polizei über verirrten Lkw-Fahrer: „Der war gestraft genug“

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Bis vor das Burgtor schaffte es der Fahrer, scheiterte dann aber an der Kurve zur Klusenstraße.

Altena - Um 22.45 Uhr war die Odyssee eines Lkw auf der Thoméestraße am Donnerstagabend glücklich beendet. Ein kroatischer Fahrer hatte auf seinem Weg nach Dahle den Weg über die Burg gewählt, weil sein Navi das vorgeschlagen hatte. Das erwartet den Mann jetzt.

Dass kurz hinter dem Langen Kamp das erste Schild steht, das Lastwagen die Durchfahrt verbietet und auch darauf aufmerksam macht, dass keine Wendemöglichkeit besteht, ignorierte der Mann geflissentlich.

Auch dass er auf seinem Weg in Richtung Burg zwei Hauswände touchierte (1000 Euro Schaden) und beschädigte, konnte ihn nicht stoppen.

Augenzeugen berichteten später, der Lkw sei im Schritttempo am Café zur Burg vorbeigefahren, in dessen Außengastronomie sich noch einige Gäste aufgehalten hätten. Sie hätten den Fahrer aber weder gewarnt noch aufgehalten.

Lkw bleibt in der Thoméestraße stecken

Am Burgtor war Schluss und der entnervte Fahrer warf das Handtuch. Wie berichtet übernahm es der Bauhof-Mitarbeiter Heiko Tölken, den 40-Tonner zurück zum Langen Kamp zu fahren – das bedeutete 700 Meter Rückwärtsfahrt bei Dunkelheit.

Am Langen Kamp angekommen schickte die Polizei den Fahrer in die Koje – weiterfahren durfte er erst gestern Morgen. Auf ein Verwarnungsgeld verzichteten die Beamten. Ein Polizeisprecher: „Der war schon gestraft genug“.

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