Lisa von der Mark ziert ab sofort die Burgmauer

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Lisa Becker ist seit gestern „Burgfräulein Lisa von der Mark.“

ALTENA - Lisa Becker war es „ganz schön komisch“ zu Mute. Seit gestern Mittag hängt die hübsche Plettenbergerin – genau genommen natürlich ein überlebensgroßes Abbild von ihr – an der Westmauer der Burg; in 4,40 Meter Länge auf einem von vier stattlichen Bannern als Burgfräulein Lisa von der Mark.

Die zierliche 19-Jährige nimmt die Popularität aber mit Humor: „Dann bin ich auch mal groß“, meint sie lächelnd.

Das Geld für die Anschaffung stammt aus Mitteln der Märkischen Kulturstiftung. Deren Stiftungsratsvorsitzende Renate Schulte-Fiesel war gestern mit Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper zur Wulfsegge gekommen, um die Banner offiziell in Betrieb zu nehmen und sie der Öffentlichkeit vorzustellen.

Dienstel-Kümper erklärte auch, wie es zur Anschaffung der Banner gekommen war. Es sei mehrfach die Frage an den Märkischen Kreis herangetragen worden, warum denn eine so schöne Burg nicht weithin sichtbar beflaggt sei. Zwar wäre man solchen Wünschen gerne entgegengekommen, so die Kreisdirektorin, doch es habe sich gezeigt, dass in den Türmen Falken nisten. Und deren Nachwuchs wiederum könnten die Windgeräusche großer Fahnen so irritieren, dass die Tiere aus dem Nest flüchten und in ihr Verderben stürzen. Mit der Westmauer der Burg aber, von vielen Stellen im Tal aus sehr gut sichtbar, fand sich dann aber eine geeignete Alternative – und in der Kulturstiftung ein Geldgeber.

Aber die Motive? Bald war klar, dass Wappen zu sehen sein sollen. Alle Wappen der Burgherren zeigen zu wollen hätte einen Wald von Bannern bedeutet – also entschied man sich für den Ersten – die Grafen von der Mark – und den gegenwärtigen, mithin den Märkischen Kreis. Da die Banner zudem Großveranstaltungen wie das Mittelalterfest flankieren sollen, musste schließlich noch ein Ritter her – und damit selbstverständlich auch ein Burgfräulein. Es fand sich in Gestalt der 19-jährigen frisch gebackenen Verwaltungsfachangestellten. Für die Fotos und die Gestaltung der Banner sorgte Dirk Klüppel von der Dahler Agentur „Pfiffikus“.

vonThomas Keim

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