GGS Mühlendorf: Projekt Klasse 2000 geht weiter

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Klaro – Symbolfigur des Projektes Klasse 2000 – hielten die Grundschule aus dem Mühlendorf hoch. Sie freuten sich mit Schulleiter Wolfgang Wilbers (links), ihrer Klassenlehrerin Miriam Herms, Dr. Ricard Kamp und Lions-Vertreter Matthias Rentrop (r.).

Altena - „Aus ärztlicher Sicht kann ich nur feststellen: Das Programm ist eine gute Investition in die Gesundheit unserer Kinder“, sagt Dr. med. Ricarda Kamp, Schulärztin beim Märkischen Kreis.

Sie findet klare Worte in der Beurteilung des Projektes „Klasse 2000“, das der heimische Förderverein des Lionsclubs an allen Altenaer Grundschulen seit Jahren möglich macht.

Projekt wird weiter gefördert

„Heute kann ich die gute Nachricht mitbringen: Lions fördert das Projekt auch in diesem und dem kommenden Jahr“. Das sagte am Mittwoch Matthias Rentrop, Mitglied von Lions und Sprecher des Lionsfördervereins, im Mühlendorf-Schulgebäude. 

In Anwesenheit von Wolfgang Wilbers, Schulleiter der Gemeinschaftsgrundschule Altena mit den Standorten Mühlendorf und Dahle sowie Klassenlehrerin Miriam Herms, übergab er dem Rektor eine Teilnahmeurkunde für die jetzt abgeschlossene Aktion. 

Klasse 2000: Dahinter steht ein Programm zur Gesundheitsförderung von Grundschülern mit dem besonderen Fokus auf Gewalt-und Suchtvorbeugung. „Ich kann feststellen, dass im Schuljahr 2006/2007 erstmals alle ersten Jahrgänge teilgenommen haben“, blickte Wolfgang Wilbers am Mittwoch zurück. 

Gesund leben

Spielerisch lernten seit dieser Zeit die Kinder, wie schön es ist, gesund zu leben. Begleitet wurden sie dabei von der „Klasse 2000-Sympathiefigur Klaro“ – einem fröhlichen Strichmännchen. 

Wilbers: „Die Gemeinschaftsgrundschule Altena beteiligt sich sehr gerne an diesem Programm, das heute bundesweit das größte seiner Art im Bereich der Gesundheitsförderung ist. Wir können als Pädagogen gar nicht früh genug damit beginnen, die Kinder gegen Suchtgefahren zu stärken, ihnen gewaltfreie Möglichkeiten der Konfliktlösung zu vermitteln und ihre Persönlichkeit umfassend zu fördern.“ 

Natürlich ist ein solches Programm „irgendwie Landes- oder sogar Bundessache“, wie Ärztin Dr. med. Ricard Kamp feststellt. Dennoch geht es eben nicht ohne ehrenamtliches Engagement und Zutun, wie das des Lions-Fördervereins. 

Frühe Prävention

Rentrop: „Unser Projekt Klasse 2000 begleitet die Kinder vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Es ist wissenschaftlich belegt: Je früher Prävention einsetzt und je kontinuierlicher sie durchgeführt wird, desto wirksamer ist sie.“ 

Wie funktioniert Klasse 2000? Lehrer und speziell geschulte Gesundheitsförderer führen pro Schuljahr in den Klassen gezielte Unterrichtseinheiten durch, die den Kindern viel Spaß machen, ihre positive Einstellung zur Gesundheit fördern und ihre persönlichen und personellen Kompetenzen stärken. 

Zu den Themenfeldern gehören dabei unter anderem das bewusste Kennenlernen des Körpers (Atmung, Bewegung, Verdauung, Herz-Kreislauf-Funktion), gesund und lecker zu essen, sich regelmäßig zu bewegen und zu entspannen, zu lernen, mit Gefühlen umzugehen und Probleme zu lösen und auch einmal Nein sagen zu lernen, um Gruppendruck zu widerstehen. 

Matthias Rentrop: „98 Prozent der Schulleiter landesweit beurteilen das Programm positiv, würden es weiter empfehlen. Auf einer Skala von 1 bis 5 gab es die Bewertung 1,7. Das bestärkt uns natürlich, hier weiter anzusetzen.“ 

Lions hat reagiert

Doch Rentrop räumt auch ein: „Etwas kritischer (Durchschnittsnote 2,2) wird der Umfang des Programms gesehen. Lions hat reagiert. Es gibt jetzt Basis- und Aufbaustunden, denn Ziel ist es, eine Orientierung zu geben, welche Inhalte auf jeden Fall behandelt werden sollten, wenn nicht alle Stunden geschafft werden.“ Rektor Wolfgang Wilbers: „Wir machen weiter mit, weil es einfach Sinn macht speziell die Gesundheitsförderung in der Grundschule fest zu verankern.“

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