Linscheider Bach dank Rohr im Rohr nun „superdicht“

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Ferdinand Fölling im neu verkleideten Kanal des Linscheider Baches: Die Kunststoffwand liegt dicht an.

ALTENA ▪ Eigentlich sollte die marode Verrohrung am Linscheider Bach bereits im vergangenen Jahr saniert werden. Doch das Projekt verzögerte sich – es gab Abstimmungsprobleme mit den privaten Grundstückseigentümern.

Seit Montag ist jetzt die Fachfirma Trolining aus Troisdorf vor Ort und Ende nächster Woche soll die Maßnahme schon abgeschlossen sein. Probleme mit den Eigentümern gibt es aber immer noch: Wie genau die Kosten zwischen Stadt und Anliegern aufgeteilt werden, sei noch strittig, erklärte der städtische Tiefbau-Experte Sebastian Jülich auf Anfrage. Was genau die Sanierung kosten wird, das verriet Jülich nicht. Im Haushaltsplanentwurf 2010 sind auf jeden Fall 250  000 Euro dafür bereitgestellt.

Innenhülle aus Hightech-Kunststoff

In den 30er Jahren wurde der Linscheider Bach im unteren Abschnitt in Rohre gezwängt. Die sind jetzt morsch und bekommen deshalb eine neue Innenhülle aus Hightech-Kunststoff, der sich bei der Abdichtung von Deponie-, Tunnel- und Wasserbauwerken bewährt hat. Betroffen ist eine rund 90 Meter lange Strecke, ausgehend vom Parkplatz des ehemaligen Freibades bis zur Einmündung in den Hegenscheider Bach an der Wixbergstraße.

Die Mitarbeiter von Trolining haben gestern den ersten Bauabschnitt mit dem von der Firma entwickelten Doppelsystem ausgekleidet. „Damit ist der Kanal wieder für die nächsten 30 Jahre haltbar“, erklärte der stellvertretende Vorarbeiter Ferdinand Fölling. Das Material wurde im Troisdorfer Unternehmen sozusagen maßgeschneidert. Angeliefert wurde es in rund 25 Meter langen Stücken.

Kein großer Graben ausgehoben

Im oberen Teil des Kanals zeigt sich jetzt unterirdisch ein Rohr im Rohr: Der alte Kanal, mit einem Durchmesser von 1,30 Meter ist mit einer weißen Kunststoffwand ausgekleidet – ohne Nähte. „Das ist superdicht“, so Fölling. Für die Baumaßnahme wurde kein großer Graben ausgehoben, die Firma benötigte lediglich zwei Baugruben für ihre Arbeiten. „Und das auch nur wegen des Höhenversatzes, sonst wären wir mit einem Einstieg ausgekommen“, sagte Fölling. ▪ Ilka Kremer

Online: http://www.trolining.de

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