Arbeiten im alten Linscheidbad

Bäume und Sträucher wurden im alten Linscheidbad in Altena entfernt.
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Bäume und Sträucher wurden im alten Linscheidbad in Altena entfernt.

Es wird gearbeitet im alten Linscheidbad in Altena. Auf dem seit 20 Jahren verwaisten und zugewucherten Areal soll etwas ganz Neues entstehen.

Altena – Arbeiter des Hagener Abbruchunternehmens Ranft haben auf dem Gelände des ehemaligen Linscheidbades Bäume und Büsche entfernt. Das erste sichtbare Zeichen dafür, dass es ernst wird mit dem Bau des dort von der La Vida Projekt GmbH geplanten Pflegeheimes.

Bevor es richtig losgehen kann, muss die Politik aber noch grünes Licht geben für einen Vorhaben- und Erschließungsplan, der zwingend erforderlich ist, weil das Areal planerisch als Schwimmbad ausgewiesen ist und nicht als Pflegeheim. Der Ausschuss für Stadtentwicklung werde sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen, kündigt Stadtplaner Roland Balkenhol an.

Linscheidbad: Vor 20 Jahren geschlossen

Was die Rodungsarbeiten angeht, so gab es einen gewissen Zeitdruck. Von März bis September verbietet das Bundesnaturschutzgesetz so umfangreiche Fällungen wie die, die jetzt im Linscheidbad gelaufen sind.

Sie sind mit dem Bäderbetrieb abgesprochen, der formal noch Eigentümer des vor 20 Jahren geschlossenen Bades ist. Es gibt allerdings ein notariell beglaubigtes „Kaufvertragsangebot“, in dem La Vida den Kauf zusichert, sobald die planerischen Voraussetzungen für den Bau des Pflegeheimes geschaffen worden sind. Das Unternehmen übernimmt auch die Kosten für die Rodungsarbeiten.

Pläne für Pflegeheim mit 80 Plätzen

Die La Vida GmbH ist im münsterländischen Ochtrup ansässig. Bisher konzentrierte sie sich auf die reine Planung, will aber über ihr Tochterunternehmen vermehrt auch als Betreiber tätig werden – auch in Altena, wo auf dem Gelände des ehemaligen Freibades ein Pflegeheim mit 80 Plätzen entstehen soll. Allerdings spricht das Unternehmen selbst lieber von Seniorenzentren ...

Weil der Anteil der über 70-Jährigen stark zunehme, werden in Altena nach Angaben des Märkischen Kreises rechnerisch 224 Altenpflegeplätze benötigt. Tatsächlich vorhanden sind im Ellen-Scheuner-Haus nur 100.

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