Linke und Grüne gewinnen die Wahl

Im Wahlkreis 121 direkt gewählt: Michael Scheffler

ALTENA ▪ Deutliche Verluste für die CDU, die SPD zwar auch geschwächt, aber im Gegensatz zu 2005 stärkste Partei am Ort – Altena lag bei der gestrigen Wahl im landesweiten Trend. Mit 41,6 Prozent der Erst- und 39 Prozent der Zweitstimmen hatten die SPD und ihr Kandidat Michael Scheffler die Nase vorn. Die CDU schaffte nur 32,7 Prozent der Zweitstimmen. Dass ihr Direktkandidat Thorsten Schick es auf 38,1 Prozent der Erststimmen brachte, ist seiner starken Präsenz vor Ort zuzuschreiben.

Klare Gewinner sind die Grünen und die Linken. Die Grünen verdoppelten ihr Ergebnis auf 9,1 Prozent, 2005 waren es nur 4,4 Prozent. Die Linken mussten sich 2005 mit 0,9 Prozent der Zweitstimmen begnügen, gestern waren es 6,5 Prozent. Nahezu unverändert das Ergebnis der FDP: 5,1 Prozent waren es 2005, diesmal kam sie auf 5,3 Prozent.

Gewinn- und Verlustrechnungen sind bei dieser Wahl risikobehaftet: Erstmals hatten die Wähler bei einer Landtagswahl zwei Stimmen, stimmten also analog zum Verfahren bei der Bundestagswahl ab. Vergleiche zum Jahr 2005 sind problematisch. Außerdem hat es vor der Kommunalwahl die eine oder andere Veränderung bei den Stimmbezirken gegeben. Trotzdem wird vor allem die Union sich manches Ergebnis genauer anschauen müssen. So zum Beispiel das vom Breitenhagen, wo sie mehr als 20 Prozent verloren hat

Viel mehr Aufmerksamkeit als die lokalen Ergebnisse genoss gestern Abend das Gesamtergebnis für den Wahlkreis 121 (siehe Grafik). Vor allem Dr. Andreas Hollstein drängte im Rathaus immer wieder darauf, es anzeigen zu lassen. Schnell schon war ihm klar: „Das schafft der Thorsten nicht“. Tatsächlich hatte SPD-Kandidat Michael Scheffler (Iserlohn) am Ende etwa 1000 Stimmen mehr. Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Städte des Wahlkreises (siehe „Kreis & Region“) zeigt, dass Schick in Altena noch die geringsten Einbußen hatte. Besonders hoch waren sie mit neun Prozent in Werdohl. Der CDU-Kandidat hatte einen ungünstigen Platz auf der Reserveliste seiner Partei, wird also dem neuen Landtag nicht mehr angehören.

„Wir verlieren mit Thorsten Schick jemanden, der sich sehr für die Stadt eingesetzt hat“, bedauerte Hollstein, als das Ergebnis feststand. Er erinnerte an das große Engagement, das der Iserlohner bei der Umsetzung von Projekten wie Lenneuferpromenade und Bahnhofsumfeld an den Tag gelegt habe. Er hoffe, dass SPD-Mann Scheffler sich ähnlich engagieren werde, sagte Hollstein. Er werde sich bemühen, schon bald mit dem neuen Landtagsabgeordneten sprechen zu können, um ihm die Pläne der Altenaer im Detail vorzustellen.

Für die Verluste seiner Partei sieht CDU-Mitglied Hollstein vor allem zwei Ursachen: Die Verunsicherung durch die Finanzkrise der EU und hausgemachte Probleme der Landes-CDU.

Ergebnisse aus den Wahllokalen auf der

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