Liebevoll und fachkundig

Helmut Seckelmann, Karsten Binczyk und Hans Langenbach mi der Sonderausgabe „De Rammuthe“.

ALTENA ▪ Mit dem „Kupfererzbergbau in der Rahmede“ hat sich der Lüdenscheider Karsten Binczyk beschäftigt. Einige seiner Berichte sind bereits in der Zeitung des Heimat- und Bürgervereins Rahmede, in „De Rammuthe“ erschienen. Und, weil die so „interessant, liebevoll und fachkundig“ seien, haben die Rahmeder jetzt eine limitierte Sonderausgabe zu diesem Thema herausgebracht.

Karsten Binczyk ist 42 Jahre alt, arbeitet bei der Lüdenscheider Wohnungsbaugesellschaft und bezeichnet sich selbst als „Hobby-Archäologe“. Seine Leidenschaft für diese Wissenschaft entdeckte er mit 16 Jahren, da entdeckte er nämlich seinen ersten Stollen. „Ich habe mich schon immer für den Bergbau interessiert“, erzählt Binczyk, „da ist einfach die Zeit stehen geblieben“.

Mittlerweile verfügt der 42-Jährige über ein fundiertes Fachwissen und arbeitet als freier Mitarbeiter für das Museum für Archäologie in Münster und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Ihn hätte regelrecht das „Goldfieber“ gepackt, berichtet Binczyk. Wenn er einen Stollen finde, sei der zwar nicht sein persönlicher Schatz, aber sein Fund sei eine Bereicherung für die Bevölkerung. „Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass ich was entdecken könnte.“

In „De Rammuthe“ finden sich nun Berichte von Karsten Binczyk über den Erzabbau am Kupferhagen (heute Drescheiderhagen), über das Kupfervorkommen Am Schübel (heute Auf dem Schüffel) oder an der Baukhelle. Er berichtet über die Spurensuche nach alten Vorkommen am Krummenscheid oder in Oberrahmede. Seine Berichte sind anschaulich und in der Heimatzeitung mit Farbfotos bebildert. Hans Langenbach, der 1. Vorsitzende des Heimatvereins, und Helmut Seckelmann vom Arbeitskreis Heimatforschung sind froh, dass sich die Sonderausgabe realisieren ließ. Sie wurde in den Märkischen Werkstätten gedruckt und kann so für fünf Euro verkauft werden. „Wir wollen vielen Leuten eine Freude damit machen“, verdeutlicht Langenbach. ▪ Von Ilka Kremer

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