Familiärer Ortsparteitag der Liberalen

Bernhard Diel sieht die FDP im Aufwind.

Altena - Davon können andere Parteien nur träumen: 53,8 Prozent der Mitglieder kamen am Donnerstag, 19. Februar, zum Ortsparteitag der FDP Altena. In absoluten Zahlen ausgedrückt waren das sieben Liberale, die sich im großen Saal des Restaurant Dalmatia ein wenig verloren.

Dass es bei der FDP ausgesprochen familiär zugeht zeigte auch die einzige Personalentscheidung des Abends: Dr. Ulrich Bachmann wurde zum Kassenprüfer gewählt. Die Kasse wird von seiner Ehefrau Ellen geführt, zweite Kassenprüferin ist die gemeinsame Tochter Claudia Diel.

Deren Ehemann Bernhard Diel wiederum ist zum einen Vorsitzender des Ortsverbandes und zum anderen der einzige FDP-Vertreter im Rat. In dieser Doppelrolle erstattete er Bericht über das, was im vergangenen Jahr kommunalpolitisch so gelaufen ist. „Wir haben lange darum gekämpft, andere Lösungen zu finden“, sagte er zur Diskussion um die Grundschule Evingsen. Während deren Schließung von der FDP zähneknirschend akzeptiert wird, sieht das beim Berufskolleg schon anders aus. „Kaum noch zuzumuten“ seien den Auszubildenden die Fahrten zu den anderen Berufsschulstandorten, sagte Diel zum Schließungsbeschluss des Kreises.

Als „Schlag ins Gesicht aller Altenaer“ bezeichnete der FDP-Sprecher die Einsetzung des Sparkommissars und die von ihm angeordnete Steuererhöhung. Das Land habe damit „an einer kleinen Stadt mit einem CDU-Bürgermeister ein Exempel statuiert“, während weitaus drastischer verschuldete Großstädte wie zum Beispiel Hagen unangetastet blieben.

„Nicht schön“ war nach den Worten Diels das Ergebnis der Kommunalwahl, bei der die FDP nur noch zwei Prozent der Stimmen einfuhr und eins ihrer beiden Ratsmandate einbüßte. Auftrieb gibt den Liberalen das Ergebnis aus Hamburg: Es zeige, dass die Rückbesinnung auf liberale Werte eine Chance für die FDP sei. „Wir werden den Schwung aufgreifen, den uns die Hamburg-Wahl gegeben hat“, versprach Diel seinen Parteifreunden.

von Thomas Bender

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