Das letzte Wort bleibt bei der Stadt

Im Rathaus Altena weiß niemand Bescheid mit der komplizierten Bädertechnik, deswegen übernimmt die wartung jetzt der STL Lüdenscheid.

ALTENA - Uwe Krischer hat Verwaltung gelernt – und nicht Schwimmbad. Trotzdem ist der Bereichsleiter im Bauamt „nebenbei“ auch Geschäftsführer des stadteigenen Bäderbetriebes. Das bleibt er auch. Um das Alltagsgeschäft wird sich aber ab Januar Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann von den Stadtwerken Lüdenscheid kümmern. Er ist dort fürs Nattenbergbad zuständig.

Den notwendigen Beschluss fasste der Rat in seiner Sitzung am Monat nicht-öffentlich. Es wird ein Dienstleistungsvertrag geschlossen, in dem geregelt wird, welche Aufgaben die Lüdenscheider demnächst in Altena übernehmen werden. Krischer nannte Beispiele: Wenn an der komplizierten Technik des Bades Defekte aufträten, sei er fachlich überfordert, es gebe auch sonst in der Stadtverwaltung niemanden, der sich zum Beispiel mit den komplizierten Steuerungen oder den Details der Heizungsanlage auskenne. Auch zu gesetzlichen Vorschriften wie zum Beispiel den ausführlichen Dokumentationen über das Verhalten bei Notfällen im Schwimmbad habe in Altena niemand das notwendige Fachwissen. All das soll jetzt von Lüdenscheid aus gemanagt werden, Schmidt-Werthmann übernimmt auch die Erstellung der Dienstpläne. Er hat Erfahrung mit solcher interkommunaler Zusammenarbeit: Die Lüdenscheider Stadtwerke betreuen auch das Hallenbad in Kierspe.

Auf gar keinen Fall bedeute der Ratsbeschluss, dass die Stadt ihren Einfluss aufgebe, betonte Krischer – entsprechende Befürchtungen seien zunächst von Seiten des Sports geäußert, dann aber ausgeräumt worden: „Öffnungszeiten, Belegung des Bades durch die Vereine, Eintrittspreise – das bleibt alles in unserer Hand“, versicherte Krischer.

Mit einer „relativ geringen Summe“ würden die Stadtwerke für ihren Aufwand entlohnt, sagte der Bereichsleiter weiter. Im Gegenzug erhofft er sich durch gemeinsamen Materialeinkauf Kostenvorteile für den städtischen Bäderbetrieb. ▪ Thomas Bender

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