Ganz neue Konstellation bei der Wahl 

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Tanja Jäker mit dem Wahlschein für die Europawahl. Er ist so lang wie die Wahlnacht werden könnte.

Altena - Auf eine zeitliche Prognose, wann die Auszählung der Stimmen am Marathon-Wahlsonntag abgeschlossen ist, möchte sich Stefan Kemper in seiner Eigenschaft als Wahlleiter nicht einlassen. „Eine Verbundwahl wie diese“, sagt Kemper, „findet zum ersten Mal statt“.

Insgesamt sind am Sonntagabend fünf Wahlgänge auszuzählen. Dass neben dem Europaparlament auch der Kreistag, der Stadtrat und der Bürgermeister – und der Landrat – gewählt werden, das habe er in dieser Konstellation noch nicht erlebt, berichtet Kemper. Nur so viel sagt er: „Wenn um halb Elf alles erledigt ist, ist es gut. Wenn es elf Uhr wird, auch.“ Wichtiger sei auf jeden Fall, dass die Wahlvorstände ihre Aufgaben in Ruhe und konzentriert erfüllen können. Das habe er den Helfern bei den Schulungen auch ausdrücklich noch einmal nahe gelegt.

Grundsätzlich sei er aber positiv gestimmt, sagt der Wahlleiter. Die einzelnen Wahllokale bzw. Wahlvorstände seien gut besetzt. 15000 Altenaer sind am Sonntag wahlberechtigt. Gar nicht wenige haben aber ihre Kreuzchen schon gemacht, denn am Freitagmittag hatte man im Rathaus 2705 Briefwahlanträge bearbeitet. Allein sechs Wahlvorstände werden mit der Auszählung der Ergebnisse beschäftigt sein.

Ein wenig speziell muss das Briefwahlverfahren bei der Kommunalwahl gehandhabt werden, denn die auf diesem Wege abgegebenen Stimmen müssen den Kandidaten in den einzelnen Wahlbezirken zugeordnet werden. Dazu wird es im Rathaus entsprechend der 16 Wahlbezirke 16 Urnen geben. Die Wahlvorstände werden die einzelnen Wahlbriefe dann öffnen und überprüfen, ob sie vollständig sind. Dann werden die Umschläge in die zum Wahlbezirk passende Urne gegeben.

„Reitende Boten“, genau genommen vier Fahrer, bringen diese Urnen dann in die jeweiligen Wahllokale. Begleitet werden sie dabei vom stellvertretenden Wahlvorsteher. Die Stimmen für die Europawahl werden dagegen komplett in den Briefwahlvorständen ausgezählt. Bis auf wenige Fälle sei das Briefwahlgeschäft im Übrigen „fast durch“, so Kemper. Im Rathaus liefen die letzten Vorbereitungen für die Arbeit in den Wahllokalen. Kemper rief alle Altenaer dazu auf, doch bitte von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Und es ist gar nicht ausgeschlossen, dass die Altenaer am 15. Juni noch einmal zur Urne gehen. Sollte es zu einer Stichwahl um das Amt des Landrates kommen, wird an diesem Tag über den neuen Amtsträger entschieden. Neue Wahlbenachrichtungen werden dafür nicht versandt. Wer Briefwahl beantragt hat, dem wurde die Benachrichtigung vom Rathaus zurückgeschickt. Wer im Wahllokal abstimmt, bekommt seine Benachrichtigung analog dazu ebenfalls wieder ausgehändigt. Wahl-Organisatorin Tanja Jäcker macht darauf aufmerksam, dass darüber hinaus für die Abstimmung im Wahllokal auch der Personalausweis zur Legitimation ausreicht. - Von Thomas Keim

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