Nach Befragung

Stadtbücherei: Einmal im Quartal sonntags offen

Stefanie Ingenpaß und  Babette Ossenberg
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Oft gibt es Büchertische zu den digitalen Angeboten der Bücherei.

Die Stadtbücherei wird zukünftig auch sonntags ihre Türen öffnen – aber nur einmal im Quartal. Das ist das Ergebnis einer Leserbefragung durch die „Manufactur für Wachstum“ aus Bochum. Deren Mitarbeiterin Susanne Trepmann informierte den Ausschuss für Schule, Sport und Kultur darüber, was die Altenaer von ihrer Bücherei erwarten.

Altena - Hintergrund ist eine Initiative des Landes zur Attraktivitätssteigerung von Büchereien. Wenn sie Sonntagsöffnungszeiten anbieten, gibt es Landeszuschüssse für zusätzliches Personal – aber nur dann, wenn an wenigstens 20 Sonntagen geöffnet ist. Dafür gebe es allerdings in Altena einen überschaubaren Bedarf, erklärte Trepmann den Kommunalpolitikern. 54 Prozent der Befragten seien zwar grundsätzlich für eine Öffnung an Sonntagen, allerdings reiche ihnen das Angebot einmal im Monat. Stefan Kemper als für Schule und Kultur zuständiger Abteilungsleiter ergänzte, dass schon die Öffnungszeiten an den Samstagen kaum angenommen würden. Sie fanden in Zusammenarbeit mit dem Förderverein statt, der sich aber im Moment personell nicht in der Lage sieht, das weiter zu begleiten. Deshalb fallen die Samstags-Öffnungszeiten im Moment aus.

Personell komplett neu aufgestellt

Es gibt eine Reihe von anderen Wünschen an die Bücherei, das sich nach dem Tod von Antonius Gusik und der Pensionierung altgedienter Mitarbeiterinnen völlig neu formiert hat. Die Leser sähen es gern, wenn die Bücherei auch mal vormittags geöffnet hätte und das wieder eine Möglichkeit geschaffen wird, Medien auch außerhalb der Öffnungszeiten zurück zu geben. Seit der Schließung des Tabakwarengeschäftes Schlippe geht das nicht mehr. Mehr Veranstaltungen und andere Veranstaltungsformen stehen ebenso auf der Liste wie die Einführung einer Familien-Lesekarte. In der Kinderecke fehlt Platz, um sich in Ruhe zurückziegen zu können. Mit der „Onleihe“, über die Bücher digital ausgeliehen werden können, kommt mancher nicht zurecht und wünscht sich mehr Unterstützung. „Und eine Achterbahn in der Bücherei“ hatte einer auf seinen Wunschzettel geschrieben. In Workshops hat sich das Büchereiteam mit den Leserresonanzen beschäftigt und vier Maßnahmen beschlossen:

. An vier Sonntag im Jahr wird die Bücherei nachmittags für vier Stunden geöffnet. Dann sollen auch Veransstaltungen stattfinden.

. Es wird eine enge Kooperation mit je einer Kindertagesstätte und einer Grundschule angestrebt.

. Die digitalen Angebote finden auch nach der Pandemie statt.

. Die Bücherei wird sich an einem Sonntag Iman Bas und seiner Kindergruppe vorstellen. ben.-

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