Lenneterrassen: Viermal so viele Besucher wie erwartet

ALTENA ▪ Genörgelt wird reichlich, vor allem anonym und im Internet. Was die Masse der Altenaer von den Aktivitäten im Innenstadtbereich hält, wurde am Samstagabend bei der Einweihung der Leneterrassen deutlich. Die Veranstalter wurden förmlich überrannt – „eine überzeugende Abstimmung mit den Füßen“, sagte der Bürgermeister.

Bereits lange vor der für 18 Uhr geplanten Eröffnung bewegten sich wahre Menschenmassen in Richtung Lenneuferstrasse. Der Verkehr kam teilweise fast zum Erliegen, MVG-Fahrer in restlos überfüllten Bussen konnten nicht alle, die gerne mitwollten, auch mitnehmen.

Sogar die MVG-Buse

waren überfüllt

Nicht nur an der Lennepromenade warteten die Besucher auf das, was noch kommen sollte, auch die Brücken und die Lüdenscheider Straße waren dicht bevölkert, Parkplätze im gesamten Innenstadtbereich nicht mehr zu haben. „Wir haben mit rund 1000 Gästen gerechnet“, erklärte Corina Turner vom Verein zur Förderung des bürgeschaftlichen Engagements, „gekommen sind etwa 4500!“

Kein Wunder, dass es da auch negative Stimmen aus dem Publikum gab. Wer in den hinteren Reihen stand, bekam von der feurigenShow der „Firedancer“ aus Frankfurt nichts mit. „Das tut uns leid, aber auch an anderen Orten ohne Bühne lässt sich das nicht vermeiden“, entschuldigt sich die Veranstalterin.

Nachdem eine Reiterin die erste Fackel entzündet hatte, kam der Bürgermeister unter den Trommelklängen des Tambourcorps Dahle mit dem Boot an die untere Terrasse. „Die vielen Menschen hier geben uns recht, dass der Bau der Buhnen ein Schritt in die richtige Richtung war. Altena ist eine Perle, die nur richtig poliert werden muss!“ Aber er appelierte auch an die anwesenden Eltern: „Das ist kein Abenteuerspielplatz. Kinder sollen nur unter Begleitung Erwachsener ans Lenneufer!“

Tolle Show der

Firedancer

Und dann ließen die „Firedancer“ ganz schnell die Funken ihrer Fackeln auf die vielen Wunderkerzen, die von Kindern mitgebracht wurden, überspringen und begeisterten mit ihrer feurig-artistischen Show. Zu den Beats der Musiker wirbelten Tänzer und Tänzerinnen über die Terrassen, jonglierten mit brennenden Fackeln und Seilen, Funken sprühten aus dem Gitarrenhals und es schien, als ob das Schlagzeug in Flammen stand.

Ebenfalls mit Wunderkerzen wurde der „zündendeFunke“ auf die zweite Terrasse übertragen, wo die Show ihren fulminaten Abschluss fand.

Anschließend standen der Bürgermeister, aber auch einige Zuschauer, dem Kamerateam vom WDR, das zu diesem Feuerspektakel angereist war, Rede und Antwort.

Weitere Bilder der Lenneterrassen finden Sie hier

Einweihung der Lenneterrassen mit Feuershow

Vor und nach der „Feuertaufe“ fanden viele Besucher den Weg ins „Zunfthaus“, dort sorgten die „Castellani de Altena“ für mittelalterliches Flair und die Besucher konnten sich nicht nur mit kalten Getränken erfrischen, sondern am Stand der „Matronae Verbenae“ mit von den Kräuterdamen selbst hergestellten Likören, Salz-, Kräuter- und Zuckermischungen versorgen. Dabei kam ein deutlich dreistelliger Betrag für das Kinderhospiz in Olpe zusammen. Ab Ende nächster Woche sind die Produkte der Kräuterfrauen auch im Atelier von Ulla Buschmann zu bestellen.

Geländer nimmt

Schaden

Bedauerlich: Ein Besucher erlitt einen Kreislaufzusammenbruch und musste längere Zeit notärztlich behandelt werden. Das Geländer der Lennepromenade war dem Ansturm nicht gewachsen und nahm Schaden.

Von Silvia Sauser

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