Lenneterrassen nehmen Gestalt an

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Sieben Stufen führen einmal in Richtung Lenne hinab.

ALTENA ▪ Stadtplaner Roland Balkenhol ist mehr als zufrieden. Der Bau der Lenneterrassen liegt voll im Zeitplan und weder Sturzregen noch unverhofft eingetretenes Hochwasser haben am gesetzten Bauzeitlimit bisher etwas geändert. Der Spätsommer bleibt also vorläufiges Fertigstellungs-Ziel.

Zur Zeit richtet die bauausführende Firma Ewald Krutmann aus Menden die zweite Lenneterrassen-Baustelle im Fluss ein. Dafür wurden bereits am Standort eins die je bis zu einer Tonne schweren Sandsäcke rund um die Baugrube entfernt und etwa 100 Meter weiter Richtung Markaner im Fluss positioniert.

Sieben Stufen werden künftig von der Plattform I, auf der einmal ein Café-Betrieb möglich sein soll, Richtung Flussbett führen. An Baustelle II müssen die Bauherren noch zwei zusätzliche Stufen anbringen lassen. „Hier ist der Fluss einfach tiefer“, so Balkenhol.

Umlaufend ist aber weder auf Terrasse I noch Terrasse II das Band der Treppe. „Das wäre zu teuer, zu aufwändig gewesen“, sagt Roland Balkenhol zur Begründung. Abgeschlossen werden beide Blöcke in der Lenne durch ebenerdige Abdeckungen. Dafür müssen durch die Fundamente von oben noch einmal spezielle Bohrpfähle gesetzt werden. „Damit beginnen wir – läuft alles so, wie bisher – etwa im August. Ich denke schon ein paar Tage nach dem Mittelalterfest“, wirft der Diplom-Ingenieur einen Blick nach vorn.

Wer jetzt genauer auf Terrassen-Baustelle I schaut, sieht im Bereich Richtung Markaner scheinbar loses Felsgestein in der Lenne liegen. „Wir werden hier noch eine Aufschüttung vornehmen“, sagt Balkenhol. Das sei auch für Baustelle II geplant. Hier wird in dieser Woche damit begonnen, die ebenfalls teils über eine Tonne schweren Bruchsteine aufzuschichten, damit darauf später die Terrassenaufbauten liegen können. Aber auch hier gilt: Wegen der Topographie des Flussbettes müssen wahrscheinlich eine Reihe oder vielleicht sogar zwei Reihen Steine zusätzlich aufgestapelt werden. Die Krutmann-Mitarbeiter kennen mittlerweile das Prozedere aus dem Eff-Eff, verrücken Stück für Stück die Sandsäcke, heben zusätzlich noch Flussboden aus, um die neue Baugrube möglichst wasserfrei zu bekommen. Weil eine Abdichtung nie ganz gelingt, sorgt auch bei Terrassen-Baustelle II eine Pumpe dafür, dass im Trockenen zunächst eine Gründungsplattform aus Stahlbeton eingezogen werden kann.

von Johannes Bonnekoh

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