Bau der Lenneterrassen beginnt am Dienstag

ALTENA ▪ Gewaltige Erdbewegungen stehen am Lenneufer bevor: Am Dienstag kommt der erste Bagger, der Bau der Lenneterrassen beginnt – dafür müssen an er linken Flussseite 2000 Kubikmeter Gelände abgetragen werden. Am gegenüberliegenden Ufer werden unter anderem 2000 Tonnen Grauwackesteine, 14 sieben Meter lange Bohrpfähle und 700 Quadratmeter Bodenplanken aus Robinie verbaut. Diese Zahlen nannte Stadtplaner Roland Balkenhol gestern beim symbolischen ersten Spatenstich.

„Für uns hat diese Baumaßnahme eine große Bedeutung“, sagte der Bürgermeister  – der Bau der Terrassen bilde den Abschluss der Umgestaltung der Lenneuferstraße zur Promenade. Mit Hinweis auf den Kommunalpreis „Westfalensprung“ betonte Hollstein, Altenas Bemühungen zur Attraktivitätssteigerung seien „über Altena hinaus anerkannt“.

Ausdrücklich bedankte sich der Verwaltungschef gestern bei Horst Nimmermann, der die Erschließung der Baustelle über seinen Schrottplatz ermöglicht.

Geplant sei, die Arbeiten so weit wie möglich vom linken Lenneufer aus zu erledigen, erklärte Bauleiter Holger Jung von der Mendener Firma Krutmann. Dabei werde natürlich auf den Schutz des Gewässers geachtet: In die Bagger komme biologisch abbaubares Hydrauliköl, flussab werde für den Fall der Fälle eine Ölsperre errichtet.

Bis zu zehn Leute werden auf der Baustelle arbeiten, für Spezialaufgaben wie das Setzen der Bohrpfähle (mit denen die Terrassen sicher am Flussgrund verankert werden) hat die Firma Krutmann zudem noch darauf spezialisierte „Nachunternehmen“ verpflichtet.

Insgesamt rechnet Jung mit einer Bauzeit von sieben Monaten – wenn nicht ein zu hoher Wasserstand für Verzögerungen sorge. „Im Moment sind die Bedingungen ja sehr günstig“, sagte Jung mit Blick auf das Niedrigwasser des Flusses.

Hollstein versprach, dass das Mittelalterfest nicht beeinträchtigt werde. Eine Sperrung der Lenneuferstraße werde zu keiner Zeit erforderlich werden – auf der Promenade sei Platz genug für Arbeiten, die von dieser Seite des Flusses aus erfolgen müssten. Ihr Belag werde durch eine Abdeckung vor Beschädigungen durch Baufahrzeuge geschützt.

Insgesamt kosten die beiden jeweils 75 Meter langen Lenneterrassen rund 1,1 Mio. Euro. Darin seien die Planungskosten bereits enthalten, sagte Hollstein gestern. 90 Prozent der Kosten trage das Land.

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